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Airbnb mit Milliardenverlust, aber Buchungen nehmen zu

Oliver BĂŒnte

(Bild: mirtmirt/Shutterstock.com)

Ein Verlust von 1,2 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal stehen bei Airbnb in den BĂŒchern. Aber die Zeichen stehen auf Besserung.

Der Apartment-Vermittler Airbnb leidet weiter unter der Coronavirus-Krise und hat zu Jahresbeginn tiefrote Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal fiel ein Verlust von 1,2 Milliarden US-Dollar (etwa eine Milliarde Euro) an, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Minus trotz Belastungen durch die Pandemie nur 341 Millionen Dollar betragen. Als einen Hauptgrund fĂŒr das schlechtere Ergebnis nannte Airbnb hohe Kosten aufgrund der RĂŒckzahlung von Krediten, die wĂ€hrend der Pandemie aufgenommen worden waren.

Eigentlich erholte sich das GeschĂ€ft aber schon wieder deutlich von der Krise. Die Buchungen stiegen im Jahresvergleich um 52 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar und lagen damit weit ĂŒber den Prognosen der Analysten, die noch das letzte GeschĂ€ftsjahr 2020 mit 4,7 Milliarden Dollar Verlust vor Augen hatten [1]. Auch der Umsatz fiel mit einem Anstieg um fĂŒnf Prozent auf 887 Millionen Dollar höher als am Markt erwartet aus. Konkrete Ziele fĂŒr das restliche GeschĂ€ftsjahr gab Airbnb nicht aus, aber Konzernchef Brian Chesky zeigte sich optimistisch [2]: "Wir rechnen mit einem Reise-Aufschwung, wie wir ihn noch nie zuvor gesehen haben."

Dabei nimmt Airbnb auch Anpassungen vor, um den Anforderungen und Trends an Reisen und Übernachtungen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie besser Rechnung zu tragen. Das umfasst den Fokus auf den derzeit starken USA-Markt sowie lĂ€nger andauernde Reiseaufenthalte im eigenen Land und in wenig bevölkerte Gebiete.

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FĂŒr 2021 hat sich Airbnb weitere Ziele gesetzt: So will Airbnb mehr Gastgeber gewinnen und aufklĂ€ren, wie sie mit Airbnb erfolgreich seien können. Die eigene Plattform soll weiter ausgebaut und so umgesetzt werden, dass sich der gesamte Prozess des Reisens inklusive Buchung vereinfacht. Man wolle einen "Weltklasse-Service" bieten.

Anleger reagierten jedoch verhalten auf die GeschĂ€ftszahlen und AnkĂŒndigungen. Die Aktie fiel nachbörslich zunĂ€chst ordentlich um satte 9,47 Prozent auf 109,54 Euro. (mit Material der dpa) / (olb [4])


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[1] https://www.heise.de/news/Airbnb-kommt-trotz-4-6-Milliarden-Verlust-besser-als-erwartet-durch-die-Krise-5066240.html
[2] https://s26.q4cdn.com/656283129/files/doc_financials/2021/q1/Airbnb_Q1-2021-Shareholder-Letter_Final.pdf
[3] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[4] mailto:olb@heise.de