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Ashley Madison: Sammelklage nach Hack gegen Seitensprung-Portal

Andreas Wilkens
Ashley Madison

(Bild: Avid Life Media)

Ein US-Amerikaner hat die Seitensprungsplattform auf Schadenersatz verklagt. Unterdessen ist von zwei möglichen SuizidfÀllen im Zusammenhang mit dem Hack der Plattform die Rede.

Ein US-Amerikaner hat das gehackte kanadische Seitensprung-Portal Ashley Madison vor einem US-Gericht in Los Angeles auf Schadenersatz verklagt. Wie Medien berichten, wirft der KlĂ€ger dem Portal und der Mutterfirma Avid Life Media FahrlĂ€ssigkeit im Umgang mit sensiblen Daten vor. Beispielsweise sei es unterlassen worden, die nun gestohlenen und veröffentlichten Daten zu verschlĂŒsseln. Dem Gericht liegt ein Antrag auf Zulassung als Sammelklage vor.

Ashley Madison war im vergangenen Monat Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Hacker hatten das Portal als unmoralisch kritisiert und gedroht, Daten zu veröffentlichen. Kurz darauf waren auch Daten im Internet aufgetaucht, die Betreiber von Ashley Madison zweifelten deren Echtheit allerdings an.

Nach dem Datendiebstahl beim Seitensprung-Portal Ashley Madison hat die Polizei in Toronto den bislang unbekannten Hackern mit ernsten Konsequenzen gedroht. "Eure Handlungen sind illegal und werden nicht toleriert werden", sagte der zustÀndige Polizist Bryce Evans am Montag auf einer Pressekonferenz in Toronto.

Bei dem Datendiebstahl handele es sich um einen der umfangreichsten FĂ€lle bisher, der fĂŒr viele der Betroffenen ernsthafte Folgen habe. Einige von ihnen seien Opfer von Verbrechen geworden, außerdem gebe es zwei bislang unbestĂ€tigte Suizid-FĂ€lle, deren Zusammenhang mit dem Hacker-Angriff derzeit untersucht werde. "Das hier ist kein Spaß mehr." Es soll auch zu ersten Erpressungsversuchen gegen Nutzer von Ashley Madison [1] gekommen sein.

Die Flirt-Plattform war vor allem bei Verheirateten fĂŒr SeitensprĂŒnge beworben worden. Dabei wurde auch Diskretion versprochen. Noch vor einigen Monaten hatte die Firma PlĂ€ne fĂŒr einen Börsengang bekannt gegeben. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 115 Millionen US-Dollar. (mit Material der dpa) / (anw [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2789960

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Erpressungsversuche-nach-Ashley-Madison-Hack-2788657.html
[2] mailto:anw@heise.de