AuffahrunfÀlle an neuen Mautstationen
(Bild: Polizei Unterfranken auf Twitter)
An manchen StraĂen in Deutschland stehen neuerdings ominöse SĂ€ulen, vor denen Autofahrer in die Eisen steigen. Dabei wird mit ihnen nur die Lkw-Maut ermittelt.
Smartphone-Apps, die vor Radarfallen warnen, rangieren in den Hitlisten der App Stores schon lĂ€nger weiter oben. Das könnte den Eindruck aufkommen lassen, Autofahren ginge generell nicht, ohne die zugelassene Höchstgeschwindigkeit zu ĂŒbertreten und nur dort, wo die Polizei kontrolliert, mĂŒsse die Bremse betĂ€tigt werden.
Ein Tweet der Polizei Unterfranken könnte diesen Eindruck nĂ€hren. Auf den StraĂen, fĂŒr die sie zustĂ€ndig ist, sei es in jĂŒngster Zeit hĂ€ufiger zu UnfĂ€llen gekommen. Die ErklĂ€rung: Autofahrer hielten die neuen Maut-Stationen, die fĂŒr die Lkw-Maut an BundesstraĂen errichtet wurden, fĂŒr BlitzersĂ€ulen â und die sind in den Radarfallen-Apps natĂŒrlich nicht verzeichnet.
Seit Sonntag mĂŒssen Lastwagen nĂ€mlich auch auf allen BundesstraĂen Maut bezahlen. "Die Autofahrer sehen das Ding, denken, es wird geblitzt, gehen unerwartet in die Eisen und die anderen Autos dahinter fahren drauf", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in WĂŒrzburg. Die KontrollsĂ€ulen messen aber nicht die Geschwindigkeit der Autofahrer, sondern fotografieren die vorbeifahrenden Lastwagen. Diese Fotos werden wieder gelöscht, wenn korrekt bezahlt wurde.
Auf Twitter hat die Polizei auch einen Tipp parat: "Haltet euch einfach an die vorgeschriebene Geschwindigkeit, dann mĂŒsst ihr auch nicht plötzlich und unerwartet abbremsen!" (anw [2])
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