AutoverkÀufe in USA stark gesunken, VW im dicken Minus
(Bild: Volkswagen AG)
In den USA gehen die AutokĂ€ufe stark zurĂŒck. Besonders stark trifft es auch Volkswagen, deren VerkĂ€ufe im MĂ€rz um 42 Prozent zurĂŒckgingen.
Kunden bleiben zu Hause, HĂ€ndler schlieĂen: Wie viele andere Branchen leidet auch die US-Autoindustrie stark unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie. MarktfĂŒhrer General Motors (GM) und der Rivale Fiat Chrysler meldeten am Mittwoch krĂ€ftige RĂŒckgĂ€nge bei den Verkaufszahlen fĂŒr das erste Quartal. Auch der deutsche Branchenriese Volkswagen musste bereits erhebliche Abstriche machen. Besonders die Zahlen fĂŒr MĂ€rz sind ein schlechtes Omen fĂŒr das, was noch kommen dĂŒrfte.
Verkaufseinbruch bei VW
VW verkaufte in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie Volkswagen am US-Sitz in Herndon im Bundesstaat Virginia mitteilte [1]. Von Januar bis Februar stiegen die VerkĂ€ufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im MĂ€rz wegen der Ausbreitung von COVID-19 um 42 Prozent einbrachen. Der Fokus liege nun auf gröĂtmöglicher StabilitĂ€t fĂŒr Kunden, Mitarbeiter und HĂ€ndler, sagte Vertriebsmanager Duncan Movassaghi.
Auch die VW-Sportwagentochter Porsche bekam die weltweite Corona-Krise im Automarkt [2] bereits deutlich zu spĂŒren. Mit 11.994 Autos wurde der Oberklassehersteller 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum. Wie in Europa mussten auch in den USA viele HĂ€ndler schlieĂen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheit wolle Porsche allen Mitarbeitern und Kunden Sicherheit und Hilfe bieten, sagte US-Chef Klaus Zellmer. Das werde Porsche darauf vorbereiten, umso energischer zurĂŒckzukommen. Auch BMW musste einen deutlichen AbsatzrĂŒckgang verkraften. Besonders deutlich war das Minus bei der Tochter Mini mit 35,1 Prozent. Die Stammmarke BMW verzeichnete einen RĂŒckgang von 15,3 Prozent.
US-Automarkt auf Talfahrt
Bei US-MarktfĂŒhrer GM hielt sich der AbsatzrĂŒckgang im ersten Quartal mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise in den USA erst im MĂ€rz richtig Fahrt auf â fĂŒr diesen Zeitraum weist der Autokonzern keine konkreten Zahlen aus. Am deutlichen Quartalsminus lĂ€sst sich aber schon erkennen, wie dĂŒster die Lage ist. Anleger reagierten nervös und lieĂen den Aktienkurs von GM im US-Börsenhandel zeitweise um mehr als sieben Prozent fallen.
Fiat Chrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. Der zweitgröĂte US-Autobauer Ford will seine Zahlen erst an diesem Donnerstag vorlegen. Noch deutlicher wurden die verheerenden Folgen der Corona-Pandemie fĂŒrs GeschĂ€ft bei den Herstellern, die monatliche Absatzbilanzen veröffentlichen. Hyundai etwa wurde im MĂ€rz 43 Prozent weniger Neuwagen an US-Kunden los als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten EinbuĂen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent. (olb [3])
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