BND-Chef: Zusammenarbeit mit anderen Behörden ist besser geworden
(Bild: nitpicker/Shutterstock.com)
Vor dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplat hatte der BND Informationen zu dem AttentÀter nicht weitergegeben. Daraus habe man gelernt, versichert der Chef.
Seit dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz Ende 2016 geht der Bundesnachrichtendienst (BND) nach Angaben von Behördenchef Bruno Kahl stÀrker mit seinen aus dem Ausland gewonnenen Informationen auf andere Sicherheitsbehörden zu. Auch wenn es den Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt nicht verhindert hÀtte, wÀre es wohl besser gewesen, seine Behörde hÀtte damals einen marokkanischen Hinweis auf den spÀteren AttentÀter Anis Amri direkt an den Verfassungsschutz weitergegeben, sagte BND-PrÀsident Kahl am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz.
Zusammenarbeit verbessert
Die deutschen Sicherheitsbehörden hĂ€tten damals insgesamt den berechtigten Anspruch der BĂŒrger bei der Terrorismusabwehr nicht erfĂŒllt [1], "dies tut mir persönlich aufrichtig leid", fĂŒgte er hinzu. Er habe inzwischen aber das GefĂŒhl, dass "wir intern unsere Hausaufgaben gemacht haben".
In der vergangenen Woche war allerdings herausgekommen, dass der BND wohl auch vor der tödlichen Messerattacke in Dresden aus dem Ausland eine Warnung zu dem mutmaĂlichen AttentĂ€ter erhalten hatte. Diese Information zu AnschlagsplĂ€nen vom August 2019 landete aber dem Vernehmen nach weder beim Verfassungsschutz noch bei den sĂ€chsischen Landesbehörden.
Am 4. Oktober waren in Dresden zwei MĂ€nner Opfer einer Messerattacke geworden. Ein 55-JĂ€hriger aus Krefeld starb, ein weiterer Mann (53) aus Köln ĂŒberlebte schwer verletzt. Unter Tatverdacht steht ein junger Syrer. Die Ermittler vermuten ein islamistisches Motiv.
Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin zwölf Menschen getötet. Er kaperte einen Lastwagen, tötete den Fahrer und raste dann ĂŒber den Weihnachtsmarkt an der GedĂ€chtniskirche. Nach seiner Flucht wurde er in Italien von der Polizei erschossen.
(mho [3])
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