BND spÀhte Interpol aus
Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass der deutsche Auslandsgeheimdienst neben der Zentrale auch etliche VerbindungsbĂŒros der Polizeibehörde angezapft hat.
Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat ĂŒber viele Jahre die internationale Polizeibehörde Interpol ausgespĂ€ht. Das Bericht das Nachrichtenmagazin der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe (auch Spiegel online berichtet [1]). Neben der Interpol-Zentrale im französischen Lyon zapfte der BND spĂ€testens seit 2000 ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum auch VerbindungsbĂŒros des Polizeinetzwerks in Ăsterreich, DĂ€nemark, Belgien, Griechenland, Spanien, Italien, den USA und Dutzenden weiteren LĂ€ndern an. Insgesamt seien mehrere Dutzend Dienststellen von Interpol betroffen gewesen â von Lateinamerika bis Russland.
Das gehe aus Unterlagen hervor, die der SPIEGEL einsehen und auswerten konnte. So speiste der BND neben E-Mail-Adressen auch Telefon- und Faxnummern der Fahnder in seine Selektorenliste zur Ăberwachung ein. AuĂer Interpol sei auch die europĂ€ische Polizeibehörde Europol im niederlĂ€ndischen Den Haag angezapft worden.
Fragen des Spiegel, etwa ob das AusspĂ€hen europĂ€ischer Polizeibehörden durch das Auftragsprofil der Bundesregierung gedeckt war, beantwortete der BND nicht. Zu operativen Aspekten seiner Arbeit Ă€uĂere sich der Dienst ausschlieĂlich gegenĂŒber der Bundesregierung und den zustĂ€ndigen Gremien des Bundestags, teilte ein Sprecher dem Nachrichtenmagazin mit. (jo [2])
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