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BSI warnt vor E-Zigaretten: "Rauchen schadet auch Ihrem Computer"

Kristina Beer
USB Stick

(Bild: dpa, Ole Spata)

AnlĂ€sslich des Weltnichtrauchertages macht das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik auf mögliche Infektionen mit Schadsoftware durch E-Zigaretten aufmerksam. Sie könnten nicht nur der Gesundheit ihrer Besitzer schaden.

Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einem neuen Infektionsweg fĂŒr Computer. So haben Cyber-Kriminelle anscheinend mittlerweile E-Zigaretten als ÜbertrĂ€ger von Schadsoftware fĂŒr sich entdeckt. Das lĂ€sst zumindest die Mitteilung des BSI [1] vermuten, die anlĂ€sslich des Weltnichtrauchertages herausgegeben wurde.

E-Zigaretten mĂŒssen wie etwa Smartphones mit Strom aufgeladen werden. Dies kann unter anderem ĂŒber den USB-Port am Rechner geschehen. Allerdings sei es möglich, dass Kriminelle Mikrochips mit Schadsoftware in E-Zigaretten verstecken, erklĂ€rt das BSI. Der Schadcode könne ungehindert auf Rechner gelangen, wenn das USB-GerĂ€t etwa "als HaupteingabegerĂ€t wie beispielsweise die Tastatur erkannt wird". Diese habe oft umfangreiche Zugriffsrechte.

Das BSI rÀt davon ab, USB-GerÀte "unbekannter oder zweifelhafter Herkunft" mit dem Computer zu verbinden. Es lohne sich, ein USB-LadegerÀt anzuschaffen, "das einfach klassisch an die Steckdose angeschlossen wird".

Eine Anfrage von heise online, ob es tatsÀchlich dokumentierte FÀlle von Schadsoftware-Infektionen via E-Zigaretten gibt, hat das BSI bislang noch nicht beantwortet.

[Update]: Die Antwort des BSI lautet: "Im Rahmen unseres PrĂ€ventionsauftrages werben wir fĂŒr einen bewussten Umgang mit Informationstechnologie und weisen in diesem Fall konkret auf das Sicherheitsrisiko hin, das durch USB-Ports entsteht. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ein genuiner USB-Stick als Speichermedium, ein LadegerĂ€t fĂŒr E-Zigaretten oder ein anderes ĂŒber den USB-Port anzuschließendes EndgerĂ€t als TrĂ€ger der Schadsoftware genutzt wird.

USB-Speichermedien sind derzeit nicht der Hauptangriffsvektor fĂŒr Cyber-Kriminelle, schon weil die Verteilung von Schadsoftware nicht in derselben Breite möglich ist wie etwa durch den Versand von Spam-E-Mails. Dennoch ist der USB-Port angesichts immer mehr (auch skuriller) USB-fĂ€higer GerĂ€te ein mögliches Einfallstor fĂŒr Schadsoftware, auf das es zu achten gilt. GrundsĂ€tzlich bekannt ist die Angriffsmethode via USB spĂ€testens seit 2014."
(kbe [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3222811

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Rauchen_schadet_auch_Ihrem_Computer.html
[2] mailto:kbe@heise.de