Barrierefreiheit, was ist das?
80 Prozent der deutschen Internetnutzer wissen laut einer Umfrage nicht, was barrierefreie Webseiten sind.
UnverstĂ€ndliche Sprache, schlechte Navigation und zu kleine Schrift sind fĂŒr Surfer wesentliche GrĂŒnde, Webseiten vorzeitig zu verlassen, und damit Barrieren fĂŒr die erfolgreiche Internetnutzung. Das ist ein Ergebnis einer reprĂ€sentativen Befragung der Stiftung âbarrierefrei kommunizieren!â [1] durch das Marktforschungsinstitut TNS EMNID [2], an der im April 1000 deutsche Internetnutzer teilgenommen haben.
Die Studie zeigt auĂerdem, dass vier von fĂŒnf Internetnutzern ĂŒberhaupt keine Kenntnis darĂŒber haben, was barrierefreie Webseiten sind. 60 Prozent wissen nicht, dass Menschen mit Behinderungen oder Ă€ltere Surfer Webseiten nicht nutzen können, wenn sie nicht barrierefrei programmiert sind. "Barrierefreiheit ist keine Spielerei fĂŒr Einzelne, sondern sollte heutzutage ein QualitĂ€tsmerkmal jeder seriösen Webseite sein, sei es im öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Bereich", meint dazu Wilfried Gromes, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Barrieren im WWW sind nicht nur fĂŒr Menschen mit Behinderungen, sondern fĂŒr fast alle hinderlich. Darauf deuten die Umfrageergebnisse hin: 52 Prozent der befragten Websurfer haben schon hĂ€ufiger eine Seite vorzeitig verlassen, weil die Inhalte unverstĂ€ndlich dargestellt waren; davon 35 Prozent, weil die Navigation zu schwierig war und 9 Prozent, weil die Schrift zu klein war. Hierbei sticht besonders der deutlich höhere Anteil der "Webseiten-Aussteiger" bei Personen ĂŒber 60 Jahren (63 Prozent) und bei SchĂŒlern (70 Prozent) hervor. Zudem hat die HĂ€lfte aller Befragten schon einmal einen Onlineshop verlassen, weil die BenutzerfĂŒhrung so kompliziert war, dass sie ihren Online-Einkauf nicht abschlieĂen konnten. (mr [3])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.stiftung-barrierefrei-kommunizieren.de
[2] http://www.tns-emnid.com
[3] mailto:mr@ix.de
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