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Bechtle trotzt der Wirtschaftskrise

Der Systemdienstleister blickt nach Angaben seines neuen Vorstandschefs auf ein gutes JahresendgeschĂ€ft zurĂŒck und verzeichnete auch zum Beginn des neuen Jahres "normale GeschĂ€fte".

Der IT-Dienstleister Bechtle [1] trotzt mit guten GeschĂ€ften in den vergangenen Wochen der Wirtschaftskrise. "Das JahresendgeschĂ€ft lief gut", sagte der neue Vorstandschef Thomas Olemotz in Neckarsulm der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Wir sind mit dem Dezember zufrieden, sehr zufrieden sogar." FĂŒr den Januar berichtete Olemotz von "normalen GeschĂ€ften". Eine Prognose fĂŒr das laufende Jahr wagte der frĂŒhere Finanzchef, der Anfang des Jahres den Vorstandsvorsitz von Ralf Klenk ĂŒbernommen hat, nicht. Er wolle damit bis zur Bilanzvorlage im MĂ€rz warten, sagte Olemotz.

Mitte November [2] hatte Bechtle seine Umsatzerwartung zurĂŒckgenommen. Weitere Einschnitte schloss Olemotz aber aus: "Den ehedem anvisierten Umsatz [3] von 1,5 Milliarden Euro werden wir nicht ganz erreichen, aber wir werden nicht weit weg davon liegen." Er sei "zuversichtlich", auch das Ziel eines Vorsteuerergebnisses von rund 60 Millionen Euro in 2008 erreicht zu haben.

"Es gibt keinen Einbruch bei den Bestellungen", sagte Olemotz. Das Systemhaus-GeschĂ€ft sei von langfristigen Projekten geprĂ€gt. "Die können sie nicht mal eben so kippen." Zu spĂŒren bekĂ€me Bechtle die Wirtschaftskrise am ehesten im IT-Versandhandel. "Die Taktfrequenz ist hier viel schneller. Der Kunde bestellt morgens und bekommt die Ware abends geliefert."

Bechtle betreibt in allen wichtigen MĂ€rkten Europas einen Versandhandel fĂŒr Computer und Zubehör. Kunden sind neben MittelstĂ€ndlern in immer stĂ€rkeren Maße auch öffentliche Einrichtungen. Erst kĂŒrzlich ist das Unternehmen in den irischen Markt eingestiegen, bis zum MĂ€rz folgt der Gang nach Portugal. "Der Start in einem osteuropĂ€ischen Land ist fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte angedacht", sagte Olemotz. FĂŒr den seit lĂ€ngerem im GesprĂ€ch befindlichen Sprung nach Brasilien gebe es keinen Zeithorizont.

Bei den SystemhĂ€usern, dem zweiten Standbein von Bechtle, ist weiter die flĂ€chendeckende PrĂ€senz in allen deutschsprachigen LĂ€ndern das Ziel. Hier vergrĂ¶ĂŸert sich Bechtle durch die Übernahme von kleineren Wettbewerbern. In Deutschland sieht Olemotz noch Bedarf in Bayern, Teilen von Baden-WĂŒrttemberg sowie im Norden der Republik. An Übernahmekandidaten mangele es nicht, sagte Olemotz. "Es laufen immer GesprĂ€che." (dpa) / (vbr [4])


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https://www.heise.de/-198306

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bechtle.com
[2] https://www.heise.de/news/Bechtle-verbessert-sich-in-widrigem-Umfeld-216846.html
[3] https://www.heise.de/news/IT-Dienstleister-Bechtle-trotzt-Konjunktursorgen-195750.html
[4] mailto:vbr@heise.de