Berater: iPhone-Fans leiden unter dem Stockholm-Syndrom
Ein dÀnisches Beratungsunternehmen vertritt die These, iPhone-AnhÀnger verhielten sich wie Geiseln, die sich mit ihren WÀchtern solidarisieren.
"Ein Augenblick der Wahrheit" lautet der Titel einer kostenlosen Studie [1] der dĂ€nischen Firma Strand Consult, die populĂ€re Meinungen ĂŒber das iPhone korrigieren soll. Dazu gehört etwa die These, Apples Smartphone habe den Mobilfunkunternehmen neue Kunden und höhere UmsĂ€tze beschert.
Die Reaktionen auf das Papier waren vermutlich heftig. Jedenfalls haben sie das Unternehmen veranlasst, eine psychologische Betrachtung [2] anzustellen. In ihr kommt es zu der Schlussfolgerung, iPhone-Fans zeigten Symptome des Stockholm-Syndroms [3]. Dieses PhĂ€nomen Ă€uĂert sich darin, dass Opfer einer EntfĂŒhrung oder Geiselnahme sich mit ihren EntfĂŒhrern solidarisieren. Der Name geht auf einen BankĂŒberfall mit Geiselnahme [4] in Stockholm 1973 zurĂŒck.
In ihrem Text fĂŒhrt Strand Consult 20 MĂ€ngel des iPhones auf, die dessen AnhĂ€nger ihrer Meinung nach nicht wahrnehmen wollen. Dazu gehören unter anderem das Fehlen von Java und MMS-Versand, die Unmöglichkeit des Akkuwechsels sowie die Kontrolle Apples ĂŒber die auf dem GerĂ€t installierbaren Anwendungen. iPhone-AnhĂ€nger verteidigten Apple gegen Kritik an diesen Defekten Ă€hnlich wie die Stockholmer Gefangenen ihre Geiselnehmer, argumentieren die Berater. (ck [5])
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[2] http://www.strandreports.com/sw4031.asp
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Geiseldrama_am_Norrmalmstorg
[5] mailto:ck@ix.de
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