Bitkom: 43 Milliarden Euro Schaden durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage
(Bild: pixelcreatures)
Kriminelle Attacken auf Unternehmen und deren Infrastruktur richten immense SchÀden an: Allein in Deutschland in einer Höhe von Dutzenden Milliarden Euro.
Deutschen Unternehmen ist in den vergangenen zwei Jahren ein Schaden von 43 Milliarden Euro durch Datenspionage und Sabotage entstanden. Das geht aus einer Studie [1] des IT-Branchenverbands Bitkom und des Bundesamts fĂŒr Verfassungsschutz hervor. Besonders kleine und mittlere Unternehmen waren nach Angaben des Bitkom von den Angriffen betroffen, bei denen Phishing-Attacken [2] erneut stark gestiegen sind.
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- G0ne Phishing â Angriffstaktiken erklĂ€rt
Ehemalige Mitarbeiter als gröĂte Gefahr
Im Vergleich zur Bitkom-Studie von 2017 [3] taucht erstmals das Anzapfen von Rechenleistung fĂŒr das SchĂŒrfen von KryptowĂ€hrungen in den Bedrohungsszenarien auf. UnverĂ€ndert ist der TĂ€terkreis vor allem im Umfeld der Unternehmen bei den Mitarbeitern oder ehemaligen Mitarbeitern zu suchen. 63 Prozent der 343 befragten Unternehmen wurden von ihnen geschĂ€digt. Damit landeten die mit deutlichem Abstand vor Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern (48 Prozent). An dritter Stelle kommen nach Angaben des Bitkoms bereits die Hobby-Hacker, die mit 29 Prozent noch vor der organisierten KriminalitĂ€t (17 Prozent) liegen.
FĂŒr Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg sind die neuen Zahlen ein Beweis dafĂŒr, dass die Schulung von Mitarbeitern der beste Schutz vor Datenspionage und -Sabotage sind. Zudem behindere der Mangel an qualifizierten IT-SicherheitskrĂ€ften und die starke Fluktuation von Mitarbeitern, dass SicherheitslĂŒcken erkannt werden. "Das sollte man alles andere als auf die leichte Schulter nehmen", erklĂ€rte Berg. Positiv sei die gestiegene Meldebereitschaft der Unternehmen, die an erster Stelle die Polizei von VorfĂ€llen informiert. Nur sieben Prozent aller Unternehmen wenden sich an den Verfassungsschutz, der fĂŒr Wirtschaftsspionage zustĂ€ndig ist.
(Bild:Â Bitkom)
Uneinigkeit ĂŒber Umgang mit SicherheitslĂŒcken
Thomas Haldenwang, Verfassungsschutz-VizeprĂ€sident, der seinen Chef Hans-Georg MaaĂen vertrat, sprach von einer alarmierenden Rate, was kleine und mittlere Unternehmen anbelangt. WĂ€hrend Berg in Bezug auf Schwachstellen forderte, dass diese offengelegt und schnellstmöglich geschlossen werden mĂŒssen, sprach sich Haldenwang dafĂŒr aus, das sie unter besonders strengen rechtlichen Voraussetzungen im Interesse der Sicherheit aller BĂŒrger bei der TelekommunikationsĂŒberwachung (TKĂ) genutzt werden können.
Sein Amt habe eine hohe Anzahl staatlich vorgenommener Angriffe gezĂ€hlt. Auf Nachfrage erklĂ€rte Haldenwang, dass der Verfassungsschutz keine Statistik ĂŒber diese Angriffe fĂŒhre. Zu Frage, wie denn der Verfassungsschutz die "aktive Abwehr" [4] von Angriffen bewerte, sagte Haldewang: "Es gibt bei uns keine abschlieĂende Bewertung, ob Hack Back als Mittel eingesetzt werden kann." (mho [5])
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[1] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Attacken-auf-deutsche-Industrie-verursachten-43-Milliarden-Euro-Schaden.html
[2] https://www.heise.de/news/Phishing-Mails-auf-dem-Vormarsch-Angriffstaktiken-erklaert-4162313.html
[3] https://www.heise.de/news/Deutsche-Wirtschaft-Milliardenschaeden-durch-Hardware-und-Datenklau-3780109.html
[4] https://www.heise.de/news/Public-IT-Security-Rechtliche-Regelung-fuer-aktive-Cyber-Abwehr-gefordert-4162896.html
[5] mailto:mho@heise.de
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