zurück zum Artikel

Blackberry rutscht wegen Abschreibung tief in rote Zahlen

207 Millionen US-Dollar oder umgerechnet 162 Millionen Euro verbuchte der kanadische Smartphone-Hersteller im vorigen Quartal als Nettoverlust.

Der mit Absatzproblemen kÀmpfende Smartphone-Pionier Blackberry ist wegen einer Abschreibung tief in die roten Zahlen gerutscht. Im den Ende August abgeschlossenen zweiten GeschÀftsquartal gab es einen Verlust von 207 Millionen US-Dollar (162 Millionen Euro), wie das kanadische Unternehmen mitteilte [1].

Das neue Modell Passport

Das neue Modell Passport

(Bild: Blackberry)

In den drei Monaten davor hatte Blackberry ĂŒberraschend noch einen kleinen Gewinn von 23 Millionen Dollar verbucht. Im Vorjahresquartal hatte das damals noch deutlich grĂ¶ĂŸere Unternehmen 965 Millionen Dollar verloren. Seitdem wurden unter anderem die Ausgaben fĂŒr Marketing drastisch gesenkt. Den Ausschlag fĂŒr den aktuellen Verlust gaben eine Abschreibung in Höhe von 167 Millionen Dollar auf den Wert von Schuldverschreibungen sowie Sanierungskosten von 33 Millionen Dollar.

Der Quartalsumsatz fiel im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 916 Millionen Dollar. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des GeschĂ€ftsjahres bedeutete das einen RĂŒckgang von gut fĂŒnf Prozent.

Blackberry verbuchte im vergangenen GeschĂ€ftsquartal einen Absatz von 2,1 Millionen Smartphones. Der seit vergangenem Herbst amtierende Konzernchef John Chen stellte diese Woche das neue Modell Passport vor [2], das mit einem großen quadratischen Bildschirm und einer Tastatur Kunden in Unternehmen zurĂŒckgewinnen soll. Das Hardware-GeschĂ€ft sorgt mit 46 Prozent immer noch fĂŒr knapp die HĂ€lfte der Blackberry-Erlöse. (anw [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2404376

Links in diesem Artikel:
[1] http://press.blackberry.com/content/dam/bbCompany/Desktop/Global/PDF/Investors/Documents/2015/Q2_FY2015_Press_Release.pdf
[2] https://www.heise.de/news/BlackBerry-Passport-im-Format-eines-Reisepasses-2401662.html
[3] mailto:anw@heise.de