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BrickIt: App erkennt Legosteine im Haufen

Michael Reimann, Alexander Spier

(Bild: Wirestock Creators/Shutterstock.com)

Lego sortieren mit dem Smartphone: Kiste auskippen, Kamera draufhalten und BrickIt zÀhlt nicht die nur Steine, sondern macht sogar BauvorschlÀge.

Ob nun die tausenden Legosteine der Kinder oder die massenhaft eigenen SchĂ€tze der Vergangenheit: Irgendwann kumulieren sie in zahlreichen großen Kisten, am besten unsortiert, und warten auf eine neue Verwendung. Doch was baut man, wenn man gar nicht weiß welche Steine man hat? Das Problem will BrickIt mit dem Smartphone lösen: Die App scannt die ausgeschĂŒtteten Legosteine und schlĂ€gt vor, welche Modelle und Sets man damit noch bauen könnte.

Einzige Voraussetzung: Der Klemmbausteinberg muss flach auf dem Boden liegen, einzelne Steine dĂŒrfen sich nicht ĂŒberdecken und große Teile sollten vorher aussortiert werden. Wenn die Kamera den ganzen Teilesalat erfasst, dauert es nur wenige Sekunden und man erhĂ€lt Anzahl und Art der Steine und dazu passende BauvorschlĂ€ge. Die speisen sich nicht nur aus Legos großen Themen-Sets wie dem neuen Space Shuttle [1], es gibt auch andere VorschlĂ€ge fĂŒr kleine und grĂ¶ĂŸeren Mengen an Steinen. Fehlt ein passender Stein zur Komplettierung, gibt es trotzdem den Vorschlag, dann gilt es diesen kreativ durch andere Farben oder Formen zu ersetzen.

BrickIt - Lego sortieren per App (0 Bilder) [2]

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Gleichzeitig legt BrickIt eine Datenbank der vorhandenen Steine an und bietet so die Möglichkeit, eine GesamtĂŒbersicht seiner gesammelten Legos zu bekommen. Je mehr Steine im Arsenal, desto mehr Sets lassen sich daraus eventuell bauen. Vorhandene Lego-Sets können auch manuell der Datenbank hinzugefĂŒgt werden, entweder ĂŒber Eingabe der Nummer oder einen umfangreichen, nach Themen sortierten Katalog. Das geht in der offiziellen Lego-App zwar auch, BauvorschlĂ€ge gibt es da aber nicht.

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Das Scannen klappte beim Ausprobieren erstaunlich gut. Liegen die Legos gut sichtbar fĂŒr die Kamera, werden sie meist zuverlĂ€ssig erkannt. Dabei werden hunderte Steine in wenigen Sekunden erfasst. Vorbei die Qual des zeitaufwendigen manuellen Sortierens. Je nach LichtverhĂ€ltnissen kann es allerdings sein, das dem jeweiligen Stein eine falsche Farbe zugeordnet wird, dann muss man manuell nacharbeiten oder erneut scannen. Beim Bauen zeigt die App die letzte bekannte Position des jeweiligen Steines, sodass auch langes Suchen entfĂ€llt – wenn man keine Angst vor Fußweh hat und die Steine wirklich ausgebreitet liegen lĂ€sst.

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Schön ist auch die Darstellung der Bauanleitung, die speist sich vorwiegend aus den offiziellen Anleitungen von Lego und ist als Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung auch fĂŒr Kinder gut geeignet.

Die kostenlose App ist derzeit nur fĂŒr Apple-GerĂ€te erhĂ€ltlich [6], Mindestvoraussetzung ist iOS 13 oder iPadOS 13. Eine Android-Version ist allerdings geplant und soll im Herbst erscheinen [7]. In-App-KĂ€ufe sind bisher nicht vorhanden. (asp [8])


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[1] https://www.heise.de/news/Lego-Neues-Space-Shuttle-Discovery-aus-2354-Teilen-5995566.html
[2] https://www.heise.de/bilderstrecke/3133172.html?back=6128186;back=6128186
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/3133172.html?back=6128186;back=6128186
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[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://apps.apple.com/de/app/brickit-lego-ideas/id1477221636
[7] https://brickit.app/
[8] mailto:asp@heise.de