Britische Musikindustrie kritisiert VorschlÀge zum Urheberrecht
BPI-Chef Peter Jamieson lÀsst den Vorschlag des britischen Schatzamts, bei der EU-Kommission gegen eine VerlÀngerung der Copyright-Frist bei Musikaufnahmen zu intervenieren, nicht auf sich sitzen.
Der Verband der britischen Musikindustrie (BPI) kritisiert [1] Passagen zu einer VerlĂ€ngerung des Copyright von Musikaufnahmen im Bericht Gowers Review of Intellectual Property [2] (PDF-Datei), den das britische Schatzamt vorgestern vorgestellt [3] hat. WĂŒrde die derzeit geltende Frist von 50 nicht auf 95 Jahre verlĂ€ngert werden, bestehe weiterhin ein Ungleichgewicht zwischen dem britischen und europĂ€ischen Markt gegenĂŒber den USA. GroĂbritannien solle ein Zeichen setzen, dass es Geistiges Eigentum wertschĂ€tze. Eine VerlĂ€ngerung der Copyright-Frist wĂŒrde auch weniger bekannten KĂŒnstlern helfen, die ihr Vertrauen in die britische Musikindustrie setzen. SchlieĂlich sei sie weltweit eine der kreativsten und dynamischsten.
BPI-Chef Peter Jamieson meint, Andrew Gowers liege falsch mit seiner EinschĂ€tzung der ökonomischen Auswirkungen einer FristverlĂ€ngerung. Auf das zentrale Argument, dass Musikaufnahmen gegenĂŒber anderen Werken diskriminiert wĂŒrden, sei er nicht eingegangen. Er kĂŒndigte an, dass sein Verband weiterhin bei der britischen Regierung Druck machen werde. Er richtete seinen Blick nach BrĂŒssel, wo die EuropĂ€ische Kommission nĂ€chstes Jahr die betreffende Richtlinie ĂŒberprĂŒfen wolle.
Andere Passagen des Gowers-Berichts kommen bei der BPI besser weg. Er habe die groĂe Bedeutung der britischen Musikindustrie gewĂŒrdigt, indem er schĂ€rfere MaĂnahmen gegen illegalen Musikdownload vorgeschlagen habe. Der rechtliche Status des Format-Transfers mĂŒsse geklĂ€rt werden. Insgesamt begrĂŒĂt die BPI die Gelegenheit, diese Themen mit der Regierung zu diskutieren. (anw [4])
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[1] http://www.bpi.co.uk/index.asp?Page=news/press/news_content_file_1040.shtml
[2] http://www.hm-treasury.gov.uk/media/5CC/43/pbr06_completereport_1439.pdf
[3] https://www.heise.de/news/Urheberrecht-Experte-empfiehlt-klare-Ausnahmen-und-harte-Strafen-124710.html
[4] mailto:anw@heise.de
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