Künstliche Intelligenz perfektioniert CAD-Entwürfe
Die Hochschule Kempten startet mit CADistency ein Projekt zur automatisierten Verarbeitung von 3D-Modellen und technischen Zeichnungen.

(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)
Das Projekt CADistency zielt darauf ab, wichtige Fertigungsspezifikationen wie Form- und Lagetoleranzen aus komplexen technischen Zeichnungen zu gewinnen und sie als Product Manufacturing Information direkt im 3D-Modell zu speichern. Diese neuartige Technologie des IDF (Institut für Datenoptimierte Fertigung der Hochschule Kempten) steigert die Datenkonsistenz und erleichtert Unternehmen den Umgang mit Konstruktions- und Fertigungsdaten.
KI-gestützte Modelle für die Fertigungsindustrie
Ein weiterer Kernpunkt des Projekts liegt in der Entwicklung einer Konsistenzprüfung zwischen technischer Zeichnung und 3D-Modell. Dabei verbinden KI-Algorithmen beide Elemente, indem sie Abweichungen selbstständig identifizieren und die Verwaltung umfangreicher Bauteildaten verbessern. Außerdem erzeugt das System wichtige Kennzahlen, die etwa zeigen, wie sich bestimmte Änderungen auf die Kosten eines Bauteils auswirken.
Die wissenschaftliche Leitung des Projekts liegt bei Professor Dr. Frank Schirmeier. Wie der Informationsdienst Wissenschaft berichtet, sieht Schirmeier in den neuen Digitalisierungsansätzen mehrere Vorteile: "Bisher werden mit technischen Zeichnungen noch wesentliche Fertigungsinformationen übermittelt, die manuell ausgelesen werden müssen. Dies macht eine Digitalisierung und Automatisierung der Prozesskette unmöglich. Mit der entwickelten Lösung werden daher erhebliche Kostenvorteile für unsere bayerischen Unternehmen entstehen."
Das Forschungsprojekt CADistency endet im 31. Dezember 2027. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie stellt die Mittel für das Forschungsprojekt bereit. Es unterstützt dabei das Vorhaben im Zuge der Initiative "Künstliche Intelligenz – Data Science".
(usz)