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CES 2016: Faraday Future zeigt Konzept eines E-Sportwagens

Daniel AJ Sokolov
Schwarzer Sportwagen FFZERO1 Concept

Why so serious?

(Bild: Screenshot)

Faraday Future zeigt als sein erstes Fahrzeug einen schnittigen E-Flitzer. In zwei Jahren will FF sein Serienmodell ausliefern und dabei "MobilitÀt neu definieren". Konkrete Angaben blieb die Firma schuldig.

Das Startup Faraday Future [1] (FF) hat in Las Vegas das Konzept eines elektrisch angetriebenen Rennautos gezeigt. Es heißt FFZERO1 Concept und ist ein Einsitzer. 2018 möchte das Unternehmen sein erstes Serienmodell auf den Markt bringen. Das muss aber, laut FF, kein Sportwagen werden. Es wird auf autonomen Betrieb vorbereitet sein und in North Las Vegas gebaut werden.

Faraday Future FFZERO1 Concept (0 Bilder) [2]

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"Unser Businessmodel ist nicht bloß, Autos zu verkaufen", sagte Chefentwickler Nick Sampson. Er strebe nach "vernetzten Transportlösungen". "WĂ€hrend sich die klassische Automobilindustrie darauf konzentriert, bessere Autos zu bauen, definieren wir das Wesen von Fahrzeugen und MobilitĂ€t neu", ließ er den voll gefĂŒllten Saal wissen.

FFZERO1 Concept

Faraday Futures FFZERO1 Concept, dahinter das Firmenlogo.

(Bild: Screenshot)

So wie Apple mit dem iPhone "die Art, wie wir kommunizieren und unsere Leben organisieren" verÀndert habe, wolle FF die Welt der MobilitÀt neu definieren. NÀhere Angaben zu den Vorhaben seiner Firma oder zur Gestalt des ersten Serienmodells machte Sampson allerdings nicht. Ebensowenig machte er technische Angaben zum gezeigten Konzeptfahrzeug.

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Sampson betonte, mit FFs modularer "Variable Platform Architecture" viele verschiedene Fahrzeugvarianten bauen zu können. Die Achsenpartien sind dabei immer gleich und bieten Raum fĂŒr ein bis vier Elektromotoren. Die Bodenplatte dazwischen kann unterschiedlich lang sein und je nachdem mehr oder weniger Akkus aufnehmen. Nur die Knautschzonen sollen individuell an das jeweilige Modell angepasst werden.

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Alle FF-Fahrzeuge kommen mit Internetanbindung und sind auf autonomen Betrieb vorbereitet. Das auf der BĂŒhne gezeigte Konzeptfahrzeug setzt auf Drive-by-Wire, Augmented Reality und ein asymmetrisches Cockpit mit Touchscreens. Entsprechend bezeichnete FF-Designer Richard Kim das Auto als "ein extremes Tablet auf RĂ€dern". Dazu passen auch die bereits bekannten PlĂ€ne, durch Abos fĂŒr Internet-Dienste, Apps und Unterhaltung [6] Geld zu verdienen. Kim hat unter anderem den BMW i3 entworfen.

In der Heckpartie fallen Lufttunnel auf. Sie sollen den Luftwiderstand reduzieren und gleichzeitig die Akkus kĂŒhlen. Der Fahrer des FFZERO1 Concept sitzt nicht im Fahrzeug, sondern liegt in einem 45-Grad-Winkel darin. FĂŒr ihn gibt es einen eigens entworfenen Helm, der bei der PrĂ€sentation nur in einem Video zu sehen war.

Zugang zum Konzeptfahrzeug wurde Montagabend noch nicht gewĂ€hrt. Es blieb unbeweglich auf der BĂŒhne stehen, zu der GĂ€ste und Journalisten keinen Zutritt hatten. Lediglich ein Video zeigte das Auto in Bewegung.

Die erste FF-Fabrik ist in North Las Vegas geplant. Das Investitionsvolumen betrĂ€gt den Angaben zufolge eine Milliarde US-Dollar. Der Spatenstich soll "in einigen Wochen" erfolgen. Im Vollausbau werden 4.500 ArbeitsplĂ€tze geboten werden, sagte Sampson. Einen Zeitpunkt dafĂŒr nannte er nicht. (ds [7])


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[6] https://www.heise.de/news/Elektroautos-Mysterioeser-Neuling-Faraday-Future-2912781.html
[7] mailto:ds@heise.de