China: Apple kann angeblich Tencent fĂŒr wichtige Vision-Pro-Apps gewinnen
Vision Pro mit Logos von Tencent-Apps.
(Bild: Apple / Tencent)
China soll einer der nĂ€chsten MĂ€rkte fĂŒr Apples Augmented-Reality-Headset werden. Nun soll sich Apple mit dem groĂen Player Tencent einig geworden sein.
Apple ist kurz vor der EinfĂŒhrung der Vision Pro in China [1] offenbar ein Coup gelungen: Der Konzern konnte sich mit dem mĂ€chtigen örtlichen Internet-Player Tencent einigen, dass dieser seine wichtigsten Apps fĂŒr visionOS anpasst. Das berichtet der im Silicon Valley erscheinende Fachdienst The Information [2]. Tencent besitzt unter anderem die "Super-App" WeChat, mit der die meisten chinesischen BĂŒrger tĂ€glich interagieren, den Kurznachrichtendienst Tencent Weibo, die Chat-App QQ, das Finanzprodukt WeBank, den Filmvertrieb Tencent Pictures sowie diverse Spielestudios, darunter die Macher hinter "PUBG" und "Honor of Kings".
Ăhnlich wichtig wie Disney+ in anderen MĂ€rkten
Der Deal mit Tencent wird von Analysten fĂŒr mindestens so zentral wie die Kooperation mit Disney in den USA bewertet. Dort war DIsney+ als erster groĂer Streamingdienst neben Apples hauseigenem TV+-Angebot (sowie Film- und Serienausleihdiensten in der TV-App) von Tag 1 auf der Vision Pro verfĂŒgbar. Andere Video-Services sind derzeit entweder nur im Browser (Netflix) [3] oder in Form einer nicht angepassten iPad-App (Amazon Prime Video) auf dem Mixed-Reality-Headset vorhanden. Meta hat bislang noch keine seiner wichtigen Apps wie Facebook, Instagram oder WhatsApp fĂŒr visionOS portiert beziehungsweise sperrt deren iPad-Versionen. Google gibt sich ebenfalls zurĂŒckhaltend, will nun bald aber YouTube als Vision-Pro-App [4] bringen.
Ohne Kooperation mit Tencent wĂ€re es fĂŒr Apple eine gröĂere Herausforderung gewesen, die Vision Pro in China zu vermarkten, schreibt The Information weiter. Der Schritt sei daher "entscheidend" fĂŒr den Erfolg des GerĂ€ts in der Volksrepublik. Ob Apple auch an Deals mit anderen groĂen heimischen Playern wie Baidu (Suche, KI) oder Sina (Kurznachrichtendienst Sina Weibo) arbeitet, blieb zunĂ€chst unklar.
Weitere neue Dienste fĂŒr China in Planung
Apple will parallel zur Vision Pro auch sein Diensteangebot in China ausbauen. Dort fehlen bislang sowohl der Spieledienst Arcade als auch das Videoangebot TV+ und der Sportdienst Fitness+. Dies hat auch politische GrĂŒnde, denn ein Anbieter von Contentdiensten benötigt die Genehmigung der Regierung in Peking.
Apple-Chef Tim Cook persönlich hatte bei einem Besuch in China mitgeteilt, dass die Vision Pro "noch in diesem Jahr" dort auf den Markt kommen wird. Es ist erst der zweite bestĂ€tigte Auslandsmarkt fĂŒr das Headset, allerdings dĂŒrften erste europĂ€ische LĂ€nder â darunter Deutschland und Frankreich â wohl noch im Sommer folgen. Apple hat in China auch noch ein Markenrechtsproblem mit seiner Brille: Das Trademark "Vision Pro" [5] gehört derzeit nĂ€mlich dem groĂen Telekommunikationskonzern Huawei. Hier laufen offenbar gerade Verhandlungen. Denkbar ist aber auch, dass die Vision Pro in China umbenannt werden muss.
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(bsc [8])
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[2] https://www.theinformation.com/articles/apples-vision-pro-gets-boost-from-chinas-media-kingmaker
[3] https://www.heise.de/news/Netflix-laesst-Apples-Vision-Pro-links-liegen-auch-Spotify-und-YouTube-ohne-App-9601500.html
[4] https://www.heise.de/news/Nicht-nur-im-Browser-YouTube-Client-fuer-visionOS-kommt-jetzt-doch-9619803.html
[5] https://www.scmp.com/tech/big-tech/article/3255397/apples-vision-pro-headset-likely-face-trademark-issues-china-huawei-has-already-registered-name
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