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China: EuropÀische Firmen leiden unter Exportkontrollen und blicken ins Ausland

Martin Holland
Container lagern im Hafen

(Bild: Travel mania/Shutterstock.com)

Der Handelsstreit zwischen China und den USA trifft auch europĂ€ische Firmen: Die neuen Exportkontrollen sorgen fĂŒr Verzögerungen, zeigt eine Umfrage.

Chinas Exportkontrollen haben erhebliche Auswirkungen auf die GeschĂ€fte vieler dort tĂ€tiger europĂ€ischer Firmen, einige befĂŒrchten Produktionsverzögerungen oder gar -unterbrechungen. Das geht aus einer jetzt vorgestellten Umfrage der EuropĂ€ischen Handelskammer in China hervor. 40 Prozent der betroffenen Firmen leiden demnach unter Lieferverzögerungen von bis zu zwei Monaten. Noch einmal so viele rechnen mit „erheblichen Störungen“ ihrer Lieferketten. Etwa ein Drittel der Befragten plant zudem, GĂŒter kĂŒnftig auf anderen Staaten zu beziehen. Noch einmal so viele wollen mit Zulieferbetrieben außerhalb von China KapazitĂ€ten außerhalb der Volksrepublik aufbauen.

Die Zahlen zeigten, dass Chinas Exportkontrollen die Unsicherheit bei europĂ€ischen Firmen in dem Land erhöht hĂ€tten, fasst der Chef der Interessenvertretung, Jens Eskelund, die Ergebnisse zusammen [1]. Erschwert wĂŒrde die Situation durch die Reaktionen von Chinas Handelspartnern, die ein globales Handelssystem, das ohnehin schon unter Druck geraten war, weiter belasten wĂŒrden. Weil viele Firmen aber noch dabei seien, ihre Lieferketten anzupassen, gebe es noch die Möglichkeit, eine nachhaltige Lösung zu finden, ergĂ€nzt sein Vize, Stefan Bernhart. Als solche sieht er ein allgemeines Lizenzierungsverfahren, das die nötige StabilitĂ€t und Vorhersagbarkeit garantieren könnte. Damit könnte ein weiterer Vertrauensverlust verhindert werden.

Jedes vierte der betroffenen Unternehmen produziert demnach Waren in China und ist dabei bereits von den Kontrollen betroffen. 50 Prozent haben Zulieferer oder Kundschaft, die in der Volksrepublik betroffene Waren produzieren lassen. China hat im FrĂŒhjahr begonnen, die Exporte von seltenen Erden zu kontrollieren. Eine weitere VerschĂ€rfung [2] des Vorgehens erfolgte im Herbst. Die wurde dann aber ausgesetzt [3]. Viele der jetzt befragten Firmen beklagen nun, dass dabei versprochene Fristen fĂŒr die Kontrollen nicht eingehalten wĂŒrden, was die Lieferzeiten verlĂ€ngere. Zudem haben 11 Prozent Sorge, dass sie im Rahmen der Kontrollen sensible Informationen ĂŒber urheberrechtlich geschĂŒtzte Waren weitergeben mĂŒssen. Noch mehr meinen, dass insgesamt zu viele Daten abgefragt wĂŒrden.

Die Umfrage lief vom 6. bis zum 24. November, teilgenommen haben demnach 131 Unternehmen. Von denen hĂ€tten 56 geantwortet, dass sie nicht betroffen seien, woraufhin die Umfrage fĂŒr sie beendet war.

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(mho [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11098034

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.europeanchamber.com.cn/en/press-releases/3757/european_chamber_survey_finds_one_in_three_looking_to_divert_sourcing_away_from_china_to_mitigate_impact_of_export_controls
[2] https://www.heise.de/news/Potenziell-drastische-Folgen-China-sanktioniert-Export-weiterer-Seltener-Erden-10749203.html
[3] https://www.heise.de/news/China-Aussetzung-der-Exportkontrollen-fuer-Seltene-Erden-gilt-auch-fuer-die-EU-10966118.html
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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