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Credit Suisse beteiligt leitende Manager mit ihren Boni am verursachten Risiko

Mit einem Großteil der Boni für 2008 werden toxische Wertpapiere gekauft und in einen Fonds ausgelagert.

Einen innovativen Weg, die Finanzkrise intern zu verarbeiten, strebt die Schweizerische Bank Credit Suisse [1] an. Ein großen Teil der Boni für 2008 von etwa 2000 leitenden Managern im Bereich des Investmentbanking werden in "toxische" Wertpapiere [2] investiert, mit denen die Bank viel Geld verloren hat. Sie würden einen Bonus von 125.000 Franken für 2008 erhalten, wovon 70-80 Prozent in die riskanten Wertpapiere fließen.

Mit der Maßnahme will die Bank die Investmentbanker an den Risiken beteiligen, die sie verursacht haben. Dazu werden Ende des Jahres 2008 und Anfang 2009 faule Wertpapiere mit einem Volumen von 5 Milliarden Franken in eine gesonderte Partner Asset Facility (PAF) ausgelagert. Die mit den Boni erworbenen PAF-Anteile werden erst in 8 Jahren berechnet. Wie viel die Manager schließlich ausgezahlt bekommen, hängt davon ab, ob damit in dieser Zeit Gewinne oder Verluste erzielt werden.

Die Bank kann mit der Auslagerung ihre Bilanz verbessern und das Eigenkapital erhöhen. Credit Suisse plant die Kürzung von 5.300 Stellen [3] vor allem im Investmentbereich. Die Bank hat Anfang Dezember einen erwarteten Nettoverslust bis Ende November in Höhe von 3 Milliarden Euro bekannt gegeben. Das Geschäftsfeld soll umgestellt werden: "weg von komplexen Produkten und hin zu börsengehandelten und liquiden Produkten".


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2025179

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.credit-suisse.com/
[2] http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/cs_boni__1.1500234.html
[3] http://www.credit-suisse.com/news/de/media_release.jsp?ns=41002