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Crowdfunding: BBC micro:bit heiratet ESP32

Carsten Wartmann

(Bild: Seluxit A/S)

Der WLAN-fĂ€hige Mikrocontroller Wappsto:bit GO ist fĂŒr Lehre und Schule gedacht und soll mit dem Thema Internet of Things mehr Spaß ins Programmieren bringen.

Der Wappsto:Bit GO soll das Internet of Things (IoT) in die Klassen bringen und so mehr Interesse bei SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern fĂŒr das Programmieren wecken. Das Board ist im Prinzip die Verschmelzung eines BBC micro:bit mit einem ESP32 (mit WLAN und Bluetooth) auf einer Platine. Das Crowdfunding des dĂ€nischen Herstellers Seluxit fĂŒr den Wappsto:bit GO [1] findet derzeit auf Crowd Supply statt und lĂ€uft noch vier Wochen. Das Starter Kit kostet in der Kampagne 95 US-Dollar, Ziellieferdatum ist August 2022.

Der Wappsto:bit GO lĂ€sst sich ĂŒber Microsofts MakeCode programmieren, eine IoT-Anwendung ist schnell zusammen gestellt. Sensordaten lassen sich dank der vorinstallierten Firmware direkt im Dashboard der Wappsto-Cloud visualisieren. Die Programmierung ist aber weiterhin auch per Visual Code Blocks, Javascript, Python oder Arduino IDE möglich. Seluxit bietet in seinem Github-Repository [2] Beispiele zum Download an.

Wie der BBC micro:bit bietet der Wappsto:bit GO viele Sensoren fĂŒr Temperatur, Licht, Schall, Magnetfeld, Beschleunigung, KapazitivitĂ€t (Touch) und zwei Taster. Ausgaben, jenseits der Cloud, können per LED-Matrix und einem Piepser geschehen. Software fĂŒr den nativen BBC micro:bit lĂ€uft ebenfalls auf dem dĂ€nischen Board.

Make Code Umgebung

(Bild: Seluxit A/S )

Zur Nutzung der Cloud ist ein kostenloses Benutzerkonto bei wappsto.com [3] nötig. Dies beinhaltet ein Gratis-Datenkontingent von einer Million Messwerten pro Monat. Das heißt: Bei einem Wappsto:Bit GO, der 10.000 mal am Tag die Messwerte dreier Sensoren ĂŒbertrĂ€gt, bleibt man im kostenlosen Bereich. Braucht man aber jede Sekunde einen Messwert, muss das nĂ€chst grĂ¶ĂŸere und kostenpflichtige Abo [4] abgeschlossen werden. Kommt man unabsichtlich in diesen Bereich, weil etwa ein Programm Amok lĂ€uft, so wird die Datenaufnahme serverseitig gestoppt und man lĂ€uft nicht in Gefahr Kosten zu erzeugen. Es existieren auch Apps fĂŒr Apple- und Google-Smartphones um auf die Cloud zuzugreifen.

Dashboard in der wappsto.com Cloud

(Bild: Seluxit A/S)

Ist man in der BBC micro:bit Umgebung bereits als Lehrkraft oder SchĂŒler unterwegs, erledigt sich der Einstieg ins IoT mit dem GO schnell und dank der Cloud sind die Ergebnisse sofort ansehnlich prĂ€sentiert. Wenn einem die Cloud von Seluxit gefĂ€llt, kann man natĂŒrlich auch mit anderen IoT-GerĂ€ten dort speichern und dies per bezahltem Abo auch gut skalieren.

Ein typisches Maker-Problem wird man eher nicht mit dem Wappsto:bit GO lösen wollen, dies lĂ€sst sich mit einem ESP-Board und IoT-Diensten fĂŒr Maker [5] kostengĂŒnstiger erledigen, egal ob man in der Cloud speichern möchte oder in seinem Heim-Netz

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(caw [7])


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https://www.heise.de/-6333300

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.crowdsupply.com/seluxit/wappsto-bit
[2] https://github.com/Wappsto/
[3] https://wappsto.com/
[4] https://www.seluxit.com/de/iot-products/iot-solution-builder/pricing/
[5] https://heise.de/-6070378
[6] https://www.heise.de/make
[7] mailto:caw@make-magazin.de