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Cyberattacke auf Tankstellen: Iran beschuldigt auslÀndische Macht

Martin Holland

(Bild: esfera/Shutterstock.com)

Das iranische Regime sieht einen auslÀndischen Staat hinter dem Angriff auf die IT-Infrastruktur der Tankstellen. Derweil gibt es ein Bekennerschreiben.

Die FĂŒhrung des Iran beschuldigt einen anderen Staat, hinter dem Cyberangriff zu stecken, der am Dienstag die Tankstellen im Land lahmgelegt hatte. Der Vorsitzende des Obersten Rats fĂŒr den Cyberspace will laut einem Bericht der BBC aber noch nicht bekannt geben, um welchen Staat es sich handelt und wie genau der Angriff erfolgt ist.

Laut der BBC hat inzwischen eine Gruppe namens "RĂ€uberischer Spatz" die Verantwortung fĂŒr den Angriff ĂŒbernommen und "die CyberaktivitĂ€ten des terroristischen Regimes in Teheran" kritisiert. Irans PrĂ€sident Ebrahim Raisi wirft den TĂ€tern unterdessen vor, durch Unordnung und Störungen die "Menschen verĂ€rgern zu wollen".

Am Dienstag hatten die Angreifer die Infrastruktur in die Knie gezwungen [1], mit der in der Islamischen Republik staatlich subventioniertes Benzin verkauft wird. Die dafĂŒr erforderliche Smartcard funktionierte nicht mehr, was zu langen Schlangen an Tankstellen im ganzen Land fĂŒhrte. Zwar gab es weiterhin Kraftstoff, doch ist der ohne die staatliche Subvention fĂŒr die meisten Iraner zu teuer. Laut der BBC [2] waren am Mittwochmorgen erst 5 Prozent der ĂŒber 4000 Tankstellen wieder an die IT-Infrastruktur angeschlossen.

"RĂ€uberischer Spatz" hat in einem Bekennerschreiben versichert, dass Notfalldienste im Iran vorab gewarnt worden seien. Die Gruppe hat außerdem die Verantwortung fĂŒr Cyberattacken auf das Bahnnetz im Iran ĂŒbernommen, bei denen im Sommer falsche Angaben auf Anzeigetafeln zu Abfahrts- und Ankunftszeiten der ZĂŒge gebracht worden waren.

Staatlich kontrollierte Medien haben den Cyberangriff außerdem mit Massenprotesten in Verbindung gebracht, die das Land vor zwei Jahren schwer erschĂŒttert hatten, ergĂ€nzt die BBC. Damals war der staatlich kontrollierte Benzinpreis um 50 Prozent angehoben worden. Die Demonstrationen dagegen hatten sich rasch ausgeweitet [3] und waren blutig niedergeschlagen worden. Wie viele Menschen dabei gestorben sind, ist unbekannt.

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(mho [5])


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[1] https://www.heise.de/news/Iran-Cyberattacke-legt-Tankstellen-lahm-kein-subventioniertes-Benzin-mehr-6229020.html
[2] https://www.bbc.com/news/world-middle-east-59062907
[3] https://www.heise.de/news/Iran-Internetblockade-nach-Unruhen-wegen-Spritpreiserhoehung-4587925.html
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