zurück zum Artikel

DaWanda entlÀsst 25 Prozent seiner Mitarbeiter

Alexander Spier
DaWanda entlÀsst 25 Prozent seiner MItarbeiter

Auf DaWanda kann man seine selbstgemachten Produkte einem grĂ¶ĂŸeren Publikum prĂ€sentieren und verkaufen.

(Bild: dpa, Laurin Schmid)

Die Berliner Plattform fĂŒr Selbstgemachtes entlĂ€sst 60 Mitarbeiter und damit ein Viertel der gesamten Belegschaft. Der Schritt soll DaWanda in die schwarzen Zahlen fĂŒhren. Zudem wolle man sich auf die mobile Benutzung der Plattform konzentrieren.

Die Stellenstreichungen bei DaWanda betrĂ€fen alle Bereiche, hauptsĂ€chlich aber das Marketing und die Verwaltung. Betroffen seien 60 der bislang 230 Mitarbeiter, sowohl im Berliner Hauptquartier, als auch in den BĂŒros in Spanien und Polen. Das gab die Firma in einer Pressemitteilung [1] bekannt.

Der Schritt soll der 2006 gegrĂŒndeten Plattform helfen, aus den roten Zahlen herauszukommen. Man bedauere zwar die Entlassungen sehr, doch laut Claudia Helming, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von DaWanda [2], ist "dieser Schritt unerlĂ€sslich, damit wir uns auf die Weiterentwicklung unseres GeschĂ€ftsmodells konzentrieren können und die Werttreiber klar im Auge haben."

Laut Pressemitteilung sind "die Umstrukturierungen nicht gleichzusetzen mit der Erkenntnis, das GeschĂ€ftsmodell wĂŒrde nicht funktionieren". So habe man in den letzten Jahren nicht auf die falsche Idee gesetzt, sondern habe nicht wie erhofft vom wachsenden DIY-Trend und der Nachfrage nach Handgemachtem profitieren können. In dem Markt gibt es mit dem amerikanischen Anbieter Etsy, der auch Vorbild fĂŒr DaWanda ist, und Amazon Handmade [3] starke Konkurrenz, die auch in Deutschland aktiv ist.

Eine schlankere Struktur und weniger BĂŒrokratie sollen beim Wachstum helfen. Zu viele Baustellen und Initiativen gleichzeitig hĂ€tten der Entwicklung bislang im Weg gestanden. Zudem will man die Plattform verbessern, die Suche verbessern und sich kĂŒnftig stĂ€rker auf die mobile Nutzung konzentrieren.

In der zweiten JahreshÀlfte 2017 erwarte man jedenfalls einen Gewinn. Der Mitteilung zufolge soll 2018 "VollprofitabilitÀt" erreicht sein. Noch 2016 meldete man einen Verlust von 4,2 Millionen vor Steuern. (asp [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3760746

Links in diesem Artikel:
[1] https://presse.dawanda.com/17444-umstrukturierungen-und-fokussierung-auf-wachstumsinitiativen-bei-dawanda
[2] https://de.dawanda.com/
[3] https://www.heise.de/news/Amazon-startet-auch-in-Europa-Store-fuer-handgefertigte-Produkte-3329198.html
[4] mailto:asp@heise.de