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EU-Staaten wollen Google, Apple und Co. stÀrker besteuern

EU, Menschen, Verbraucher, Flagge

BrĂŒssel will bis Anfang nĂ€chsten Jahres einen Gesetzesentwurf ausarbeiten, mit dem globale Unternehmen wie Google oder Apple in der EU stĂ€rker besteuert werden können.

Mehrere EU-Staaten haben sich einem Vorstoß fĂŒr ein neues europĂ€isches Modell zur stĂ€rkeren Besteuerung globaler Internet-Riesen wie Google und Apple angeschlossen. Ausgegangen war der Vorschlag fĂŒr ein neues Modell von Deutschland. Sechs weitere Staaten unterzeichneten am Samstag beim informellen Treffen der EU-Finanzminister in Tallinn ein Anfang der Woche von der Bundesregierung sowie Frankreich, Spanien und Italien an die EU-Kommission adressiertes Schreiben.

In dem Schreiben wird gefordert, dass erstmals die in Europa gemachten UmsĂ€tze Grundlage der Besteuerung sein sollten. Der zustĂ€ndige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis erklĂ€rte, die BrĂŒsseler Behörde wolle bis kommenden FrĂŒhling einen Gesetzesentwurf ausarbeiten. Parallel dazu sollen Ideen zu dem Vorstoß in den kommenden Wochen konkretisiert werden, um bis zum Jahresende auch innerhalb der Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit ihren 35 Mitgliedstaaten das Vorhaben vorantreiben zu können.

Es mĂŒsse sichergestellt werden, dass sĂ€mtliche Firmen gleich besteuert wĂŒrden, unabhĂ€ngig von ihrem Standort, erklĂ€rte der estnische Finanzminister Toomas TĂ”niste. Der Sichtweise schlossen sich seiner Aussage nach mehr als 20 EU-Staaten an. Estland hat derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne.

Eins der Hauptprobleme aus Sicht der EU-Staaten ist, dass bislang Digitalunternehmen lediglich dort besteuert werden können, wo sie einen Firmenstandort haben – ihre GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten erstrecken sich jedoch deutlich darĂŒber hinaus. Irland etwa war wegen der Minimalbesteuerung von Apple vor einem Jahr von der Kommission gemahnt worden, bis zu 13 Milliarden Euro von dem US-Konzern nachzufordern. Irland wehrt sich jedoch dagegen. (acb [1])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3834214

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[1] mailto:acb@ct.de