Einige TelefonhÀuschen trotzen noch Handy, WhatsApp & Co.
Telelonzelle der ehemaligen Bundespost
(Bild: Juergen Rosskamp, jr+wiki@datengrab.org, CC-BY-SA 2.0 DE licence)
Viele BundesbĂŒrger könnten darĂŒber lange Geschichten erzĂ€hlen: Die Telefonzelle als ein besonderer Ort, an dem GesprĂ€che in Vertrautheit gefĂŒhrt, ĂŒber Lebenswege und Vieles mehr gesprochen wurde. Doch das Digitale hat die Fernsprecher lĂ€ngst eingeholt.
Telefonzellen in Deutschland haben seit vielen Jahren keine Chance mehr auf eine Zukunft. Die einst so beliebten öffentlichen FernsprechhÀuschen, das erste wurde 1881 in Berlin aufgestellt, werden nach und nach abgebaut. Im Zeitalter von Internet, Smartphone und WhatsApp gelten TelefonhÀuschen als Relikt einer vergangenen Epoche. Trotzdem: Komplett verschwunden sind sie noch nicht. Die Deutsche Telekom betreibe derzeit noch insgesamt knapp 20 000 TelefonhÀuschen und -sÀulen, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage.
Vor rund 20 Jahren waren es nach Angaben des Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebundes indes noch mehr als 160 000 sogenannte öffentliche Telefonstellen, ĂŒberwiegend in Form der klassischen gelben oder grauen Telefonzelle. Doch mit der Verbreitung von Handys kam die Wende. Das GeschĂ€ft rechnete sich nicht mehr. "Der Mobilfunkausbau und der Telefonzellenabbau, sie gehen Hand in Hand", heiĂt es bei der Telekom.
Grenze der Wirtschaftlichkeit
Trotzdem tun die verbleibenden Fernsprecher auch heute noch zuverlĂ€ssig ihren Dienst: "Es gibt immer noch Orte mit einer hohen Nutzung wie FlughĂ€fen oder Bahnhöfe", unterstreicht der Telekom-Sprecher. Doch der Unterhalt der HĂ€uschen kostet viel Geld. So fallen vor allem Kosten fĂŒr Strom, Wartung und Standortmiete an. StĂ€dte und Gemeinden dĂŒrfen die Telekom dann zwecks Abbaus ansprechen, wenn der Fernsprecher keine 50 Euro Umsatz mehr im Monat erbringt. Die Grenze zur Wirtschaftlichkeit hatte die Telekom einmal mit 125 Euro pro Monat angeben.
Die die gute Nachricht fĂŒr Nostalgiker und jene, die sich eine ausrangierte Telefonzelle in den Garten stellen, zur Duschkabine umbauen oder auch als kleine Bibliothek einrichten wollen: Ab 600 Euro aufwĂ€rts, so der Telekom-Sprecher, könne ein solches FernsprechhĂ€uschen erworben werden. Nur: Die gelben Zellen sind bereits ausverkauft. (axv [1])
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