Elektroauto-Neuvorstellung: Lexus RZ 450e
Auf Basis des Toyota BZ4X bietet Lexus eine etwas aufgehĂŒbschte Version mit mehr Leistung und serienmĂ€Ăigem Allradantrieb an.
(Bild: Lexus)
Der Elektroantrieb setzt sich auch bei Toyota durch. Der RZ 450e ist das erste Elektromodell der Premium-Marke Lexus, das von Grund auf neu konzipiert wurde.
Lange Zeit hat der Toyota-Konzern auch mit seiner Edelmarke Lexus bevorzugt auf effiziente Hybridantriebe gesetzt. Doch nun bringen die Japaner ihre ersten Elektrofahrzeuge auf den Markt. Das Allradmodell RZÂ 450e ist das erste Elektromodell von Lexus, das von Grund auf neu konzipiert wurde. Es nutzt die technische Basis des Toyota BZ4X und soll ab Januar 2023 lieferbar sein.
Wie andere Marken zuvor ist auch Lexus so langsam auf dem Weg zu einer Elektromarke. Bis zum Jahre 2030 will der schicke Toyota-Ableger zumindest in groĂen Teilen Europas batterieelektrisch unterwegs sein. Wohin die Reise in den nĂ€chsten Jahren gehen soll, zeigt sich mit dem neuen Crossover-Modell Lexus RZ 450e. Das 4,81 Meter lange Auto wurde auf Basis einer neuen Elektroplattform entwickelt. "Wir wollen die Elektrifizierung nutzen, um die Performance unserer Fahrzeuge weiter zu verbessern, und auch kĂŒnftigen Generationen echtes Lexus FahrvergnĂŒgen bieten zu können", erklĂ€rt Lexus-Chefingenieur Takashi Watanabe.
Das kantige und markante Design mit 2,85 Meter langem Radstand und kurzen ĂberhĂ€ngen fĂŒhrt die Lexus-Designlinie mit dem markanten Diabolo-KĂŒhlergrill der vergangenen Jahre fort. AuffĂ€llig sind nicht nur die schmalen Leuchteinheiten an Front und Heck, sondern auch die ausgeprĂ€gt bogenförmige Dachlinie des Lexus RZ 450e. Der Kofferraum fĂ€llt mit 452 Litern nicht auffallend groĂ aus.
Vorn mehr Leistung als hinten
Ungewöhnlich fĂŒr ein Elektromodell verfĂŒgt das SUV an der Vorderachse mit einem 150-kW-Elektromotor ĂŒber mehr Leistung als an der fahrdynamisch dafĂŒr gĂŒnstigeren Hinterachse, wo 80 kW wirken. Hintergrund könnte sein, dass Lexus mehr Leistung als Toyota bieten möchte und das damit erreicht, dass man sich des krĂ€ftigeren vorderen Motors der 2WD-Variante des Toyota-Modells bedient. Als Allradmodell bietet der Toyota BZ4X "lediglich" zweimal 80 kW. Das vermeintliche Ungleichgewicht vermeidet eine gemeinsame Steuerung der Antriebe, die auch das Torque-Vectoring bewerkstelligt.
Lexus RZ 450e (0 Bilder) [1]
WĂ€hrend sich die Gesamtleistung auf 230 kW belĂ€uft, liegt das maximale Drehmoment bei 435 Nm. Die beiden Elektromotoren werden aus einem Batteriepaket mit einer KapazitĂ€t von 71,4 kWh gespeist, eine Akkuladung soll 400 Kilometer Reichweite ermöglichen. Die Ladeleistung des entsprechenden Toyota-Modells mit Gleichstrom betrĂ€gt bis zu 150 kW, mit Wechselstrom lediglich 6,6 kW. Das dĂŒrfte so auch beim Lexus zu erwarten sein. Der Normverbrauch wird mit 18,1 kWh/100 Kilometer angegeben. Abgeregelt wird das Elektro-SUV bei 160 km/h, aus dem Stand erreicht er in 5,6 Sekunden auf Tempo 100.
Nach oben offen
Ein Steer-by-Wire-System inklusive sogenanntem Yoke-Lenkrad mit oben offenem Kranz soll laut Toyota beim Lenken weniger Kraftaufwand erfordern, wobei von der Null-Position bis zum linken oder rechten Anschlag nur eine 150-Grad-Drehung nötig ist. Die Lenkung muss recht direkt ĂŒbersetzt sein, denn man soll dazu nicht umgreifen mĂŒssen. Diese Lenkung verzichtet auf eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Vorderachse und sei noch nicht homologiert, wie es in der Pressemitteilung heiĂt. Ausweislich der Bilder mit einem "normalen" Lenkrad gibt es aber wohl noch eine konventionelle Version. Der Fahrer blickt auf animierte Instrumente, ein Head-Up- und ein 14 Zoll groĂes Zentraldisplay.
Erstmals in einem Lexus [3] gibt es neben Lenkrad- und Sitzheizungen auch direkte Luftausströmer fĂŒr den Kniebereich, um den Innenraum möglichst schnell und effizient aufzuheizen. SerienmĂ€Ăig gibt es den Lexus RZ 450e zudem mit einem groĂen Panoramadach, das sich auf Knopfdruck verschatten lĂ€sst. Ebenfalls neu sind die elektromechanische TĂŒröffnung und ein digitaler RĂŒckspiegel.
(fpi [4])
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