Elektroautos: 51.000 Ladepunkte in Deutschland
Ein VW ID.3 an einer Ladestation in Bremen.
(Bild: heise online / anw)
In Deutschland gibt es nun 11.600 Ladepunkte mehr, als der Bundesnetzagentur bis Anfang Dezember 2020 gemeldet wurden.
In Deutschland gibt es derzeit 50.901 öffentlich zugĂ€ngliche Ladepunkte fĂŒr Elektrofahrzeuge, rund 11.600 mehr als vor einem Jahr und 22.000 als vor zwei Jahren. Das geht aus einer Mitteilung der Bundesnetzagentur ĂŒber die Ladepunkte hervor, die ihr zum 1. Dezember dieses Jahres gemeldet wurden.
Insgesamt haben der Bundesnetzagentur ĂŒber 3500 Betreiber Ladeeinrichtungen gemeldet. Die gröĂten 50 Betreiber betreiben etwa die HĂ€lfte aller Ladepunkte. Rund 3200 Betreiber haben weniger als zehn Ladeeinrichtungen und stellen Ladeinfrastruktur hĂ€ufig lokal zur VerfĂŒgung, zum Beispiel im Einzelhandel oder am Unternehmenssitz.
Insgesamt sind laut Bundesnetzagentur [1] mittlerweile etwa 1,5 GW öffentliche Ladeleistung installiert, vor einem Jahr waren es 1,1 GW. Der Anteil an Schnellladepunkten betrĂ€gt aktuell 14,9 Prozent, vor einem Monat betrug er 13,6 Prozent. Die durchschnittliche verfĂŒgbare Leistung pro Ladepunkt betrĂ€gt aktuell 29,8 kW und die Anzahl an sehr schnellen Ladepunkten ab 150 kW hat sich mit nunmehr 2936 im Vergleich zum Vorjahr, als es 1385 waren, mehr als verdoppelt.
Betreiber öffentlich zugĂ€nglicher Ladepunkte mĂŒssen diese der Bundesnetzagentur melden, damit sie ĂŒberprĂŒfen kann, ob sie die Mindesanforderungen an die technische Sicherheit und InteroperabilitĂ€t der LadesĂ€ulenverordnung einhalten. Ein Normalladepunkt gibt laut der Ordnung Strom an ein Elektroauto mit einer Ladeleistung mit höchstens 22 kW ab.
Mehr Bedarf an Ladepunkten
Ein Ladepunkt ist laut der Verordnung öffentlich zugĂ€nglich, wenn er sich entweder im öffentlichen StraĂenraum oder auf privatem Grund befindet, wenn der Parkplatz dazu von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsĂ€chlich befahren werden kann.
Die Bundesnetzagentur erfasst nicht alle öffentlich zugÀnglichen Ladepunkte. Dazu gehören Normalladepunkte, die vor dem 17. MÀrz 2016 in Betrieb genommen wurden, und Ladepunkte mit bis zu 3,7 kW Ladeleistung. Betreiber, die nicht von der Anzeigepflicht erfasst werden, können ihre Ladepunkte freiwillig melden. Das war in der aktuellen Auswertung bei etwa 3500 Ladepunkten der Fall.
Der europĂ€ische Verband der Automobilhersteller ACEA hatte im September dieses Jahres errechnet, dass in Deutschland auf 100 StraĂenkilometer durchschnittlich 19,4 Ladestationen kommen [2]. In Europa liege Deutschland damit an dritter Stelle der LĂ€nder mit der gröĂten Ladestationsdichte. Falls es bis 2030 in Deutschland 15 Millionen Elektroautos geben sollte, wie sie die neue Bundesregierung anstrebt [3], mĂŒsse es bis dahin laut einer Studie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bis zu 843.000 öffentlich zugĂ€ngliche Ladepunkte fĂŒr Elektroautos geben [4].
(anw [6])
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[1] https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/20211222_Ladepunkte.html?nn=265778
[2] https://www.heise.de/news/E-Autos-Deutschland-bei-Ladepunkten-in-Europa-vorn-2000-neue-woechentlich-noetig-6189324.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Ampel-Mit-15-Mio-E-Autos-bis-2030-zum-Leitmarkt-fuer-E-Mobilitaet-werden-6275953.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Elektroauto-Studie-beziffert-Ladesaeulen-Bedarf-auf-mindestens-440-000-bis-2030-4965671.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] mailto:anw@heise.de
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