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Elfte RobotChallenge platzt aus allen NĂ€hten

Daniel AJ Sokolov

In Wien findet dieses Wochenende einer der weltweit grĂ¶ĂŸten Wettbewerbe fĂŒr autonome Roboter statt. Mexiko stellt die meisten Teilnehmer, Polen die meisten Titelverteidiger.

In der Wiener Aula der Wissenschaften lĂ€uft am heutigen Sonntag noch bis 18 Uhr die elfte RobotChallenge [1]. Laut GrĂŒnder Roland Stelzer vom Veranstalter InnoC [2] ist es einer der grĂ¶ĂŸten jĂ€hrlichen Wettbewerbe fĂŒr autonome Roboter. "Autonom bedeutet 'nicht ferngesteuert'. Das ist das Wesentliche", erklĂ€rte Stelzer am Samstag, "im Bewerb ist der Roboter ganz auf sich allein gestellt." Der Eintritt ist frei, letztes Jahr kamen rund 5.000 Besucher. Fast 800 Teilnehmer aus 46 LĂ€ndern sind in 15 Disziplinen mit insgesamt 574 Robotern am Start. Das ist fast die HĂ€lfte mehr als 2013 [3].

Die Wettbewerbsdisziplinen sind Sumo-Ringen und Line Following jeweils in mehreren Klassen, Puck Collect, das Air Race mit Drohnen, ein Wettlauf fĂŒr humanoide Roboter, ein Freestyle-Wettbewerb und das neue "Hack the Arduino Robot!" Die meisten Teilnehmer gibt es in der Mini-Klasse des Sumo-Ringens (97 Roboter) sowie beim klassischen Line Follower (86).

Open-Source-Wettbewerb mit Arduino-Bots

Die wenigsten Bots sieht man beim Arduino-Hack, da nur die zehn Finalisten von ursprĂŒnglich 63 Bewerbern vor Ort sind. Ihre Aufgabe war es, in nur drei Wochen einen Roboter zu fertigen, der dem Besitzer nĂŒtzlich ist. Teilnehmer dieses Wettbewerbs mĂŒssen sowohl ihre Software als auch ihre BauplĂ€ne der Öffentlichkeit zur VerfĂŒgung stellen (Open Source respektive Creative Commons).

Gekommen sind SchĂ€dlingsbekĂ€mpfer, Reinigungs- und AufrĂ€um-Helfer oder Arduino-Bots, die selbstĂ€ndig durch das Haus eilen und Messungen durchfĂŒhren, etwa Temperatur, Licht oder diverse Gase. Das soll dem Besitzer helfen, Energiekosten zu sparen.

RobotChallenge 2014 (0 Bilder) [4]

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Andrang

Der Erfolg der RobotChallenge ist auch eine Herausforderung fĂŒr das nĂ€chste Jahr, denn der Platz in der Aula der Wissenschaften reicht kaum noch aus. 2015 wird InnoC einen neuen Veranstaltungsort brauchen oder mehr Vorausscheidungen durchfĂŒhren mĂŒssen. Diese gibt es bereits in Lateinamerika, wo nur die drei besten jeder Disziplin nach Wien reisen können. Mexiko war dabei besonders erfolgreich und stellt 72 Roboter. Aus Polen kommen 57, aus RumĂ€nien und Russland je 44, aus der TĂŒrkei 40. Die polnischen Teilnehmer haben in den letzten Jahren die meisten Siege eingefahren.

Hauptziel der Veranstaltung ist "einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, dass das etwas ist, das nicht nur der Top-Nerd zusammenbringt, sondern fĂŒr jedermann ist", sagt Stelzer, und fĂŒgt hinzu: "Schade, dass es noch eine mĂ€nnerdominierte Sache ist." Zielgruppe sind also nicht nur Unis und Schulen, sondern auch Kinder, Familien und Hobbyisten aller Art. TatsĂ€chlich gibt es auch Teilnehmer, die nur acht oder neun Jahre alt sind. Sie bestehen darauf, dass sie selbst die Urheber ihrer Bots sind und es kein Werk der Eltern ist. (bkr [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2157948

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.robotchallenge.org
[2] http://www.innoc.at
[3] https://www.heise.de/news/Polnische-Roboter-verteidigen-Spitzenposition-bei-der-RobotChallenge-1829808.html
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/1199155.html?back=2157948;back=2157948
[5] https://www.heise.de/bilderstrecke/1199155.html?back=2157948;back=2157948
[6] mailto:bkr@heise.de