Entwickler-Modus gefÀhrdet Blackberries
Bei aktiviertem Entwickler-Modus können Angreifer ĂŒber das WLAN oder die USB-Verbindung Schadcode mit vollen Root-Rechten ausfĂŒhren. Wird der Modus wieder abgeschaltet, ist das GerĂ€t immer noch bis zum nĂ€chsten Neustart angreifbar.
Eine SicherheitslĂŒcke im Entwickler-Modus des Blackberry Z10 erlaubt es Angreifern, ĂŒber eine WLAN-Verbindung oder einen per USB angeschlossenen Computer Schadcode mit vollen Root-Rechten auf dem Smartphone auszufĂŒhren. Dazu muss der Entwickler-Modus lediglich einmal gestartet gewesen sein; ein nachtrĂ€gliches Ausschalten der Funktion schlieĂt die Schwachstelle nicht. Erst ein Neustart fĂŒhrt dazu, dass das Z10 nicht mehr angreifbar ist.
Blackberry hat ein Update herausgegeben [1], welches das Problem behebt. Nutzer sollten Blackberry OS Version 10.2.0.1055 installieren, da alle Àlteren Versionen angreifbar sind.
Die SicherheitslĂŒcke [2] (CVE-2014-2389) ist ein PufferĂŒberlauf im qconnDoor-Dienst des Smartphones. Dieser soll im Entwickler-Modus Diagnosefunktionen und einen SSH-Zugang bereitstellen. Einmal auf dem Handy gestartet, bleibt dieser Dienst allerdings bis zum nĂ€chsten Neustart aktiv und ist verwundbar. Da der Dienst im WLAN-Netz lauscht, kann er von Angreifern ĂŒber das selbige durch prĂ€parierte Pakete angegriffen werden. Ein Angriff ist auch möglich, wenn das GerĂ€t per USB an einen Computer angeschlossen ist.
Die LĂŒcke wurde von den Sicherheitsforschern von modzero Security im Juni 2013 entdeckt und vertraulich an Blackberry gemeldet. Das Sicherheitsupdate wurde im MĂ€rz veröffentlicht und modzero machte die LĂŒcke publik, nachdem Blackberry das Update an genĂŒgend Kunden verteilt hatte. (fab [3])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.blackberry.com/btsc/KB35816
[2] http://www.modzero.ch/advisories/MZ-13-05-Blackberry_Z10-qconnDoor.txt
[3] mailto:contact@fab.industries
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