Europa Clipper Mission: NASA reitet SpaceX auf dem Weg zum Jupitermond
Illustration: Europa Clipper Sonde ĂŒber Jupitermond
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
US-Weltraumbehörde beauftragt SpaceX mit dem Start der Forschungsmission zum Jupiter. Die Falcon-Heavy-Rakete soll im Oktober 2024 abheben.
Die US-Weltraumbehörde NASA hat SpaceX mit dem Start der "Europa Clipper Mission" beauftragt. Der Jupitermond soll auf mögliches Leben untersucht werden. Die Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX wird im Oktober 2024 abheben. Der Auftrag an SpaceX wird die NASA rund 178 Millionen US-Dollar kosten. Das ist deutlich gĂŒnstiger als die Nutzung der eigenen Riesenrakete "Space Launch System" (SLS).
Die NASA erklĂ€rte, dass die Sonde der Europa Clipper Mission detaillierte Informationen ĂŒber Europa [1] erbringen soll. Dabei steht die Erforschung der HabitabilitĂ€t im Vordergrund. Die wichtigsten Ziele dieser Mission sind die Erstellung hochauflösender Bilder der OberflĂ€che Europas, die Bestimmung ihrer Zusammensetzung, die Suche nach Anzeichen neuer oder anhaltender geologischer AktivitĂ€ten, die Messung der Dicke der eisigen Schale des Mondes, die Suche nach unterirdischen Seen und die Bestimmung der Tiefe sowie des Salzgehalts von Europas Ozean.
SpaceX-Auftrag gĂŒnstiger als NASA-Rakete
Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX kann Europa Clipper fĂŒr nur 178 Millionen Dollar auf die Reise bringen. Allerdings dauert der Flug zum Jupiter mehr als fĂŒnfeinhalb Jahre, sodass die Sonde erst im April 2030 Europa erreichen soll. Die eigene SLS-Rakete hĂ€tte den Flug in rund drei oder vier Jahren geschafft, hĂ€tte die NASA nach Angaben von Ars Technica aber rund 2 Milliarden Dollar mehr gekostet [2].
AuĂerdem befĂŒrchteten Wissenschaftler, dass sich der Start der Mission mit einer SLS-Rakete verschoben hĂ€tte. Die SLS-Rakete wird bereits fĂŒr die Artemis-Mission genutzt, die 2024 Astronauten auf den Mond bringen [3] soll. Der Flugzeugbauer Boeing ist fĂŒr die Triebwerke der Rakete verantwortlich und sollte sich nach Ansicht von NASA-Offiziellen besser voll auf Artemis konzentrieren statt auf zwei Projekte dieser GröĂenordnung.
Keine Alternativen, aber ESA auch mit Jupiter-Mission
Die Auswahl von SpaceX als Transportmittel war nach Angaben von Space News [4] dagegen eine einfache Entscheidung. Die NASA hat fĂŒr die Europa Clipper Mission drei erfolgreiche Starts insgesamt sowie mindestens zwei erfolgreiche Starts hintereinander vorausgesetzt. Obwohl der letzte Start zwei Jahre zurĂŒckliegt, ist Falcon Heavy bereits dreimal erfolgreich geflogen. Alternativen wie Blue Origins New Glenn [5] oder Vulcan Centaur der United Launch Alliance [6] werden dagegen erst nĂ€chstes Jahr erstmals abheben.
Europa Clipper ist nicht die einzige geplante Jupiter-Mission. Im Juni 2022 soll "Jupiter Icy Moons Explorer" starten, eine Sonde der europĂ€ischen Weltraumagentur ESA. Ihr Ziel ist die Erforschung der Galileischen Monde des Planeten Jupiter [7], insbesondere Ganymed, aber auch Europa und Kallisto. Hier soll ebenfalls untersucht werden, ob diese Monde Leben ermöglichen und fĂŒr Lebewesen bewohnbar sind. Die Sonde soll Jupiter im Oktober 2029 erreichen.
Jupiter-Sonde Juno und Ganymed (0 Bilder) [8]
(fds [11])
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[1] https://www.nasa.gov/press-release/nasa-awards-launch-services-contract-for-europa-clipper-mission
[2] https://arstechnica.com/science/2021/07/spacex-to-launch-the-europa-clipper-mission-for-a-bargain-price/
[3] https://www.heise.de/news/Nasa-entscheidet-SpaceX-soll-die-Mondlandefaehre-fuer-Artemis-Mission-2024-bauen-6018726.html
[4] https://spacenews.com/falcon-heavy-to-launch-europa-clipper/
[5] https://www.heise.de/news/Blue-Origin-Jeff-Bezos-kuendigt-wiederverwendbare-Riesenrakete-an-3319288.html
[6] https://www.heise.de/news/Erste-US-Fluege-zum-Mond-2021-mit-neuer-Rakete-4501441.html
[7] https://www.heise.de/news/ESA-will-Jupiter-und-seine-Monde-erkunden-2868818.html
[8] https://www.heise.de/bilderstrecke/1839680.html?back=6147252;back=6147252
[9] https://www.heise.de/bilderstrecke/1839680.html?back=6147252;back=6147252
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