Experte warnt vor Ende der Forschung zu Risiken von Handy-Strahlung
Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die Mobiltelefone immer intensiver nutzen, seien mögliche Langzeitrisiken noch nicht absehbar, gibt Norbert Leitgeb von der Technischen UniversitÀt Graz zu bedenken.
Ein Experte der Strahlenschutzkommission hat mit Blick auf neue Nutzungen von Handys davor gewarnt, die Forschung zu den Risiken elektromagnetischer Strahlung zu reduzieren. "Vor allem Kinder und Jugendliche nutzen ihr Mobiltelefon immer intensiver", sagte Norbert Leitgeb von der Technischen UniversitÀt Graz bei einer Fachtagung am Mittwoch in Stuttgart. Welche Risiken sich durch lÀngere BeschÀftigung mit dem Handy wie etwa Fernsehen ergÀben, sei nicht absehbar, sagte Leitgeb bei einer Konferenz der Forschungsgemeinschaft Funk [1].
Auch wenn gesundheitliche Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung auf den Menschen bisher nicht erwiesen seien, mĂŒsse weiter geforscht werden. "Leider hat die Motivation der Netzwerkbetreiber sichtlich nachgelassen", bedauerte Leitgeb. Im kommenden Jahr laufe die Förderung des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogrammes durch Industrie und Bund aus. Leitgeb war von der Forschungsgemeinschaft Funk als Referent fĂŒr den Workshop "Do children represent an especially sensitive group of EMF exposed people?" (PDF-Datei [2]) gewonnen worden.
Ăber die Konsequenzen elektromagnetischer Strahlung, die von Mobiltelefonen ausgeht, wird schon seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert. Die Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hatte zuletzt Ergebnisse einer Studie eröffentlicht, die nahe legen, dass eine "elektromagnetische HypersensibilitĂ€t" womöglich nicht biologisch begrĂŒndet [3] ist. US-Wissenschaftler sehen hingegen eine Verbindung zwischen starker Handynutzung und mangelnder FortpflanzungsfĂ€higkeit [4] bei MĂ€nnern. (pmz [5])
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[1] http://www.fgf.de/
[2] http://www.fgf.de/fup/ergebnisse/Dokumente/FGF-Workshop-Children-and-RF-Scope.pdf
[3] https://www.heise.de/news/Belastung-durch-Handystrahlen-nur-Einbildung-120329.html
[4] https://www.heise.de/news/Neue-Untersuchung-ueber-starke-Handynutzung-und-Unfruchtbarkeit-bei-Maennern-175288.html
[5] mailto:pmz@ct.de
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