FDP fordert weitere Verbesserungen an der Corona-Warn-App
(Bild: dpa, Michael Kappeler/dpa)
Auch mit den neuen Funktionen findet die FDP die Corona-Warn-App noch nicht ausgereift. Beim Datenschutz und lokalen Informationen mĂŒsse nachgelegt werden.
Die Bundesregierung darf es aus FDP-Sicht nicht bei der aktuellen Ăberarbeitung der Corona-Warn-App belassen. "Die Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App ist zwar sinnvoll, aber weitere Optimierungen sind dringend notwendig", sagte die Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Auf jeden Fall darf es nicht passieren, dass nun erneut monatelang keine Weiterentwicklung mehr stattfindet."
BestÀndige Weiterentwicklung gefordert
Die Corona-Warn-App des Bundes wird an diesem Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen [1], um die Warnung von Kontakten noch prĂ€ziser umsetzen zu können. AuĂerdem wird die App ĂŒber die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europĂ€ischen LĂ€ndern funktionieren.
Stark-Watzinger forderte die Bundesregierung auf, angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens und der zunehmenden Ăberforderung der GesundheitsĂ€mter zĂŒgig ein klares Konzept auszuarbeiten, wie die App bestĂ€ndig weiterentwickelt werden könne. Es gehe darum, einen noch besseren Beitrag zur PandemiebekĂ€mpfung leisten zu können.
EuropĂ€ische Schnittstelle fĂŒr mehr KompatibilitĂ€t
"Dringend erforderlich ist unter anderem eine datenschutzkonforme europĂ€ische Schnittstelle fĂŒr eine umfassende KompatibilitĂ€t der App mit ihren Pendants in sĂ€mtlichen anderen europĂ€ischen Staaten", sagte die FDP-Politikerin, die auch dem PrĂ€sidium ihrer Partei angehört.
"Auch könnte es die Akzeptanz der App erhöhen, wenn endlich bekannte SchwĂ€chen wie stĂ€ndige Fehlermeldungen, die fehlende KompatibilitĂ€t mit Ă€lteren Smartphone-Modellen und das Fehlen von Informationen ĂŒber das regionale Infektionsgeschehen behoben werden." Stark-Watzinger schlug vor, einen Hackathon zur Optimierung der App zu veranstalten. Bei einem Hackathon versuchen die Teilnehmer in einer begrenzten Zeit und in lockerer AtmosphĂ€re gemeinsam nĂŒtzliche und kreative Programme herzustellen.
(tiw [3])
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