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Facebook arbeitet an "Resilienz-Initiative" in der Asien-Pazifik-Region

Kristina Beer

(Bild: Lukasz Stefanski/Shutterstock.com)

Hass und Extremismus mittels Storytelling in den Griff bekommen? Facebook versucht mit einem Projekt soziale Medien als Mittel gegen Konflikte einzusetzen.

Hochkochende Emotionen und extreme Auseinandersetzungen bleiben weiterhin ein großer Makel im Facebook-Universum. Da dem Unternehmen aber nicht daran gelegen ist, seinem eigenen Netzwerk einfach den Stecker zu ziehen, stĂ¶ĂŸt Facebook in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden – hĂ€ufig in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern – Hate-Management und AufklĂ€rungs-Kampagnen an. Das neueste Projekt konzentriert sich auf die Region Asien-Pazifik und soll dort die Diskussionskultur und das Community-Management verbessern.

Wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag erklĂ€rt [1], wurde ein Webauftritt unter dem Titel Resilienz-Initiative [2] aufgesetzt und nun veröffentlicht. Über diese Seite sollen insbesondere Organisationen der Zivilgesellschaft aus der asiatisch-pazifischen Region lernen, wie sie soziale Medien weniger konfliktbehaftet und nach Facebook-MaßstĂ€ben erfolgreich nutzen können. Als lokaler Partner tritt die Nonprofit-Organisation The Asia Foundation [3] auf, die in 18 asiatischen LĂ€ndern BĂŒros unterhĂ€lt und Entwicklungshilfe leistet.

WĂ€hrend der Titel "Resilienz-Initiative" vermuten lĂ€sst, dass vor allem KonfliktbewĂ€ltigung und Umgang mit Hasskommentaren im Vordergrund stehen, gibt die Seite vor allem Tipps, wie ein erfolgreicher Auftritt in sozialen Medien und dort das Community-Management, auch durch Gegenrede, gelingen kann. Sie teilt unter anderem Tipps zur Vernetzung, zum Markenaufbau oder wie besonders gute Fotos fĂŒr Postings produziert werden können. FĂŒr Facebook gehört dies und etwa auch das erfolgreiche "Storytelling" zum Aufbau von "stĂ€rkeren Gemeinschaften" in konfliktreichen Regionen.

Zu Beginn der Partnerschaft wurden Workshops mit 60 Organisationen der Zivilgesellschaft durchgefĂŒhrt, die Inhalte der Initiative vermitteln sollten. Momentan wird die Resilienz-Initiative nur auf Englisch angeboten. In den kommenden Wochen soll die Seite auch in den Sprachen Bengali, Siamesisch und Urdu abrufbar sein. Weitere Sprachen werden in Aussicht gestellt.

Laut Facebook sind die Workshops und der Webauftritt auch nur die ersten Schritte des Projekts. Im zweiten Halbjahr 2021 möchte die Resilienz-Initiative gezielt mit Organisationen der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, um Social-Media-Kampagnen gegen Hass und Extremismus im Netz zu starten. Mit diesen Kampagnen wolle man auch neue Gemeinschaften in der Region erreichen. HierfĂŒr gehe das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit Expertinnen und Experten fĂŒr Trainingsprogramme fĂŒr "digitales Storytelling" ein.

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(kbe [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-6059902

Links in diesem Artikel:
[1] https://about.fb.com/news/2021/06/new-resources-to-counter-hate-and-extremism-online/
[2] https://resiliencyinitiative.org/
[3] https://asiafoundation.org/?gclid=CjwKCAjw-qeFBhAsEiwA2G7Nl9XivA-C7j1yFIws7Rlnfp0j_y06cKIn_x1mcYjqewzuioBF3xTzWRoCg8EQAvD_BwE
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[5] mailto:kbe@heise.de