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Facebook und Twitter bereiten sich auf US-Wahlen vor

Martin Holland
Facebook und Twitter bereiten sich auf US-Wahlen vor

Ein zusÀtzlichen Symbol soll die Accounts kennzeichnen.

(Bild: Twitter)

Twitter will die Accounts von Kandidaten zur anstehenden US-Zwischenwahl als solche kennzeichnen und so deutlicher von FĂ€lschungen abgrenzen. Derweil prĂ€zisiert Facebook die Vorgaben fĂŒr Polit-Werbung weiter.

Twitter will die Accounts von Kandidaten fĂŒr die anstehenden Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten extra kennzeichnen, um falschen Accounts und der Verbreitung von Falschinformationen entgegen zu treten. Das Kennzeichen soll ab dem 30 Mai nicht nur auf den Profilseiten, sondern auch ĂŒber den Tweets sowie Retweets von Kandidaten fĂŒr GouverneursĂ€mter, den US-Senat und das US-ReprĂ€sentantenhaus zu sehen sein. Damit soll deutlich gemacht werden, welche Accounts tatsĂ€chlich von wahlkĂ€mpfenden Kandidaten betrieben werden, teilte Twitter diese Woche mit [1]. Immer wieder gibt es auf Twitter Accounts, die echten Profilen tĂ€uschend echt sehen, aber fĂŒr missbrĂ€uchliche Zwecke genutzt werden.

Derweil hat Facebook die Kennzeichnungspflicht fĂŒr politische Werbung auf der eigenen Plattform ausgebaut. Wie die New York Times berichtet [2], mĂŒssen KĂ€ufer von eindeutiger Wahlwerbung nachweisen, dass sie aus den USA kommen. Diese EinschrĂ€nkung gilt auch fĂŒr Werbung zu kontroversen Themen wie dem Waffenrecht oder Abtreibungen, selbst wenn die Anzeigen nicht explizit fĂŒr bestimmte Kandidaten werben. Die Identifizierungspflicht gilt schon lĂ€nger auf Facebook, nun können die Nutzer aber auch mehr dieser Informationen einsehen, wenn sie solche Werbeanzeigen angezeigt bekommen. Werbung mit Bezug zur Zwischenwahl darf nur von Werbetreibenden aus der USA geschaltet werden.

Mit den EinschrĂ€nkungen reagieren die beiden Portale auf die EnthĂŒllungen um russische Versuche, die US-PrĂ€sidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen. Vor allem auf Facebook versuchten mutmaßlich staatlich kontrollierte Trolle, Misstrauen gegenĂŒber den Kandidaten und dem politischen System insgesamt zu schĂŒren [3]. Um eine Wiederholung zu verhindern, hatte Facebook seine Regeln fĂŒr politische Werbung verschĂ€rft. Damit werde man zwar nicht alles stoppen, hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg eingerĂ€umt, könne die Versuche aber erschweren.

Weitere Werbeanzeigen aus Russland (0 Bilder) [4]

[5]

(mho [6])


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Links in diesem Artikel:
[1] https://blog.twitter.com/official/en_us/topics/company/2018/introducing-us-election-labels-for-midterm-candidates.html
[2] https://www.nytimes.com/aponline/2018/05/24/technology/ap-us-tec-facebook-political-ads.html?partner=IFTTT
[3] https://www.heise.de/news/US-Wahl-Tausende-Facebook-Anzeigen-russischer-Trolle-veroeffentlicht-4046685.html
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2424248.html?back=4059208;back=4059208
[5] https://www.heise.de/bilderstrecke/2424248.html?back=4059208;back=4059208
[6] mailto:mho@heise.de