Google Pay bekommt Redesign und bietet vollstÀndige Bank-Konten
(Bild: Google Blogbeitrag)
Google bietet kĂŒnftig, zunĂ€chst in den USA, digitale Bankkonten. Die App wird zudem Chat-Ă€hnlich strukturiert und bekommt weitere Funktionen.
Google kooperiert mit einigen US-Banken, um Mobile-first-Bankkonten anzubieten, also eine Form von vollstĂ€ndig digitalen Konten. Die Google-Pay-App wird zudem neu strukturiert und erhĂ€lt weitere Funktionen. Unternehmen können extra Angebote fĂŒr Nutzer erstellen. ZunĂ€chst wird die Ănderung in den USA verfĂŒgbar sein, andere LĂ€nder sollen aber bald folgen.
Die neuen Bankkonten nennen sich Plex Accounts. Elf Banken und Kreditinstitute arbeiten mit Google zusammen, um sie anzubieten. 2021 soll Start sein, bis dahin können sich Interessenten in den USA auf einer Warteliste eintragen. Citi und die Standford Federal Credit Union machen den Anfang. FĂŒr die Konten muss keine monatliche GebĂŒhr gezahlt werden, es gibt weder Ăberziehungszinsen noch muss man einen Mindest-Grundbetrag leisten.
Google Pay unterteilt in Gruppenchats
Zu der Umstrukturierung der Google-Pay-App gehört, dass die Transaktionen nicht mehr als einfache Liste aufgezĂ€hlt werden, sondern nach Transaktionspartnern. Diese lassen sich in einzelne Personen, Gruppen und GeschĂ€ftliches unterteilen. Als Beispiel nennt Google im Blogbeitrag [1] Wohngemeinschaften als Gruppe. In dieser lassen sich dann wie in einem Chat sowohl Nachrichten verschicken als auch Ăberweisungen tĂ€tigen. Zudem lassen sich Rechnungen aufteilen: Google sagt dann jedem Gruppenmitglied, wie viel er zahlen muss, dem Ersteller wird angezeigt, wer seinen Anteil beglichen hat.
Google kooperiert aber nicht nur mit Banken, auch Unternehmen können innerhalb des Dienstes den Kunden Angebote machen. Mittels Promo-Codes können App-Nutzer VergĂŒnstigungen etwa bei Burger King, Etsy und Target bekommen. Die Coupons mĂŒssen aktiviert werden, der Rabatt wird automatisch beim Bezahlen angerechnet.
Personalisierte Konten
Nutzer bekommen in der App Zusammenfassungen ĂŒber alle oder ausgewĂ€hlte Transaktionen. Google kategorisiert BezahlvorgĂ€nge automatisch. Daher gibt es Suchfilter wie etwa "Ausgaben fĂŒr Essen" bis hin zu einer feineren Suche nach "mexikanischem Essen".
Google verspricht, die Daten niemals an Dritte zu verkaufen. Auch werde der Transaktionsverlauf nicht fĂŒr Werbung in anderen Google-Diensten genutzt. Innerhalb von Google Pay können die Informationen fĂŒr eine "personalisierte Erfahrung" genutzt werden â die Funktion ist per default deaktiviert. Bei verdĂ€chtigen Transaktionen gibt es Warnhinweise.
Zu einem Deutschland-Start hat sich Google bisher nicht geĂ€uĂert.
(emw [3])
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