Japan: Roboter helfen beim AufrÀumen unter Wasser
US-Experten helfen mit ihren Robotern bei den AufrĂ€umarbeiten in der von einem schweren Erdbeben und Tsunami verwĂŒsteten Region um Sendai.
Eine Gruppe von Robotikexperten aus den USA ist mit vier Unterwasserrobotern in der Gegend um Sendai und Minamisanriku eingetroffen, um bei AufrĂ€umarbeiten zu helfen und Erfahrungen fĂŒr die Weiterentwicklung von Rettungsrobotern zu sammeln. Der fĂŒnftĂ€gige Einsatz erfolgt auf Einladung des japanischen International Rescue System Institute [1] im Rahmen des Programms Roboticists without Borders [2].
Die ferngesteuerten Roboter sollen SchĂ€den an Infrastruktur wie BrĂŒcken, Anlegern oder Pipelines erkennen und einschĂ€tzen. Auch Leichen können mit den Helfern gefunden und geborgen werden: Der Unterwasser-Roboter SARbot [3] etwa ist mit einem Greifer ausgestattet, mit dem ĂŒblicherweise Ertrinkende an die OberflĂ€che gezogen werden sollen. Jetzt wollen die Wissenschaftler aber vor allem die guten Lokalisierungseigenschaften der Maschine nutzen.
Wie Teamleiterin Robin Murphy in ihrem Blog [4] schreibt, hat am ersten Tag ein koordinierter Einsatz stattgefunden, bei dem ein Seamor-Roboter [5] mit seinem abbildenden Sonar nach auffallenden Objekten suchte. Aufgabe des SARbot war es dann, die genaue Position dieser Objekte zu bestimmen. Auch deren Tiefe kann der Roboter genau genug bestimmen, um die GefĂ€hrdung fĂŒr Schiffe einschĂ€tzen zu können.
(Bild:Â Karen Dreger, CRASAR/NSF)
Der erst vor wenigen Monaten der Ăffentlichkeit vorgestellte SARbot ist mit einem 150 Meter langen Kabel ausgestattet, das ZugkrĂ€fte bis 700 Kilogramm aushĂ€lt. In weniger als drei Minuten kann er von zwei Personen in Betrieb genommen werden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von drei Knoten. Die vorrangige Aufgabe des Roboters ist die Rettung von Menschenleben. Insbesondere in kaltem Wasser könnten Ertrinkende unter UmstĂ€nden noch nach 90 Minuten erfolgreich reanimiert werden, schreibt die Firma Seabotix in ihrer Produktbeschreibung [6].
Die von Seamor angebotenen Roboter sind in erster Linie fĂŒr Inspektionsaufgaben gedacht und können durch ihren modularen Aufbau auf spezifische EinsĂ€tze zugeschnitten werden. AuĂerdem haben die Wissenschaftler noch einen LBV300-5 [7] von Seabotix sowie einen etwa fuĂballgroĂen AC-ROV 100 [8] der Firma Ac-cess mit nach Japan gebracht. Letzterer kann in weniger als drei Minuten von einer Person ins Wasser gebracht und einhĂ€ndig bedient werden. (vbr [9])
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[1] http://www.rescuesystem.org/
[2] http://crasar.org/roboticists-without-borders/
[3] http://www.seabotix.com/products/sarbot.htm
[4] http://crasar.org/2011/04/19/rovs-working-in-the-rain-and-snow-at-minami-sanriku-choy/
[5] http://www.seamor.com/products.html
[6] http://www.seabotix.com/products/pdf_files/sarbot.pdf
[7] http://www.seabotix.com/products/lbv300-5.htm
[8] http://www.ac-cess.com/products/acrov/acrov-theacrov
[9] mailto:vbr@heise.de
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