Lenovo streicht 3200 Jobs nach schwachem Quartal
(Bild: dpa, Zhou Jianping)
Schrumpfender PC-Markt und enttĂ€uschte Hoffnungen im Smartphone-GeschĂ€ft: Lenovo muss einen massiven Gewinneinbruch verbuchen. FĂŒnf Prozent der Belegschaft sollen nun gehen.
Der weltgröĂte PC-Hersteller Lenovo setzt nach einem Gewinneinbruch einen Stellenabbau in Gang. AuĂerhalb der Produktion sollen 3200 ArbeitsplĂ€tze gestrichen werden, das sind etwa fĂŒnf Prozent der Belegschaft. Im vergangenen Vierteljahr halbierte sich der Gewinn im Jahresvergleich auf 105 Millionen Dollar, wie der chinesische Konzern am Donnerstag mitteilte [1]. Der Umsatz in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten GeschĂ€ftsquartal wuchs um drei Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar. Das war weniger als von Analysten erwartet.
Lenovo wurde in dem Quartal unter anderem vom weiterhin schrumpfenden PC-Markt gebremst, erklĂ€rte Konzernchef Yuanqing Yang. Zugleich schlug sich der BranchenfĂŒhrer noch besser als die Konkurrenz und konnte den Marktanteil auf 20,6 ausbauen, einen Bestwert.
Im Smartphone-GeschĂ€ft bringt die milliardenschwere Ăbernahme des US-Anbieters Motorola bisher nicht den erhofften Effekt. Der Konzern verkaufte insgesamt 16,2 Millionen Computer-Handys. Das war ein Plus von 2,3 Prozent im Jahresvergleich. Der Lenovo-Marktanteil schrumpfte dabei von 5,2 auf 4,7 Prozent. Die MobilgerĂ€te-Sparte fuhr einen operativen Verlust von 292 Millionen Dollar ein. Die ArbeitsplĂ€tze sollen nun vor allem bei der Integration von Motorola und der hauseigenen Smartphone-Sparte gestrichen werden. (axk [2])
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