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Mittwoch: Robo-Taxis, Tesla-Fabrik, Netz-Standards, Dyson-SphÀren & Impf-Abfrage

Frank SchrÀer
Intelligenter Verkehr mit autonomen Autos

(Bild: metamorworks / Shutterstock.com)

Autonome Hyundai E-Autos fĂŒr Lyft + Tesla-Einwender wollen PrĂ€senz + US-Sanktionen gefĂ€hrden Standards + Schwarze Löcher als Energiequellen + Impf-Datenschutz

Der sĂŒdkoreanische Autobauer Hyundai hat fĂŒr die Entwicklung autonomer Fahrzeuge bereits letztes Jahr ein Joint Venture mit Spezialisten gegrĂŒndet. Jetzt wurde nicht nur ein selbstfahrendes Elektroauto als erstes Produkt dieser Bestrebungen prĂ€sentiert, sondern mit einem Fahrdienstvermittler auch gleich ein Kunde – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Der Ridesharing-Anbieter Lyft wird fĂŒr die ab 2023 in mehreren US-StĂ€dten geplanten autonomen Taxis Hyundai Ioniq 5 Elektroautos verwenden. Zusammen mit der auf die Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnologie spezialisierten Firma Motional erweitert der sĂŒdkoreanische Autobauer seine Fahrzeuge dafĂŒr um die fĂŒr den nahezu komplett autonomen Betrieb notwendige Sensorik sowie Fahrgastfunktionen, um Lyft ab 2023 mit selbstfahrenden Roboter-Taxis [1] beliefern zu können.

Elektroautos sollen auch in Deutschland gebaut werden, aber im Verfahren um die Tesla-Fabrik in GrĂŒnheide bei Berlin gibt es weiterhin Streit. Mehrere UmweltverbĂ€nde bestehen fĂŒr die zweite öffentliche Erörterung der ĂŒber 800 Einwendungen auf einem festen Veranstaltungsort. Sie wollen dies nicht nur indirekt online diskutieren. Die Genehmigungsbehörde hatte sich mit Blick auf die Corona-Pandemie entschieden, dass die Erörterung online stattfinden soll, doch die UmweltverbĂ€nde fordern PrĂ€senz-Verhandlung statt Video [2].

Streit gibt es auch in vielen Gremien, aber das ist besser als gar keine Diskussion. Doch mittlerweile bedrohen US-Sanktionen gegen chinesische Firmen die Arbeit internationaler Standardisierungsgremien. Dabei sollen gerade deren Standards die Marktmacht einzelner Konzerne oder Gruppen begrenzen. Angesichts möglicher US-Strafen sieht sich der finnische NetzausrĂŒster Nokia nun gezwungen, seine Mitarbeit in der "Open Radio Access Network Alliance" auszusetzen. Damit gefĂ€hrden US-Sanktionen Netz-Standards [3] wie etwa fĂŒr kompatible Funknetze.

Funk benötigt Energie, aber welche Quellen könnten fortschrittliche außerirdische Zivilisationen verwenden? Eine Forschungsgruppe hat nun ermittelt, dass Dyson-SphĂ€ren um Schwarze Löcher deutlich stĂ€rkere Energieversorger sind als solche Gebilde um Sterne. Es gibt gleich mehrere Prozesse, mit denen die kosmischen Gebilde Energie produzieren, die wiederum aufgefangen werden könnte. Weil Schwarze Löcher aber gleichzeitig so viel kompakter sind, brĂ€uchte man viel weniger Material fĂŒr GerĂ€tschaften zum Auffangen, sodass sie viel besser fĂŒr Dyson-SphĂ€ren geeignet sind als Sterne [4].

Datenschutz ist fĂŒr Energiequellen kein Thema, aber bei der Impf-Abfrage. Baden-WĂŒrttembergs oberster DatenschĂŒtzer ist dagegen, dass Arbeitgeber kĂŒnftig ihre Mitarbeiter fragen können, ob sie geimpft sind oder nicht. Die Abfrage wĂ€re "ein massiver Eingriff in die PrivatsphĂ€re". Er habe VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass es fĂŒr Arztpraxen und KrankenhĂ€user die rechtliche Möglichkeit gibt, den Impfstatus ihrer BeschĂ€ftigten abzufragen. "Aber das muss die Ausnahme bleiben", forderte er. Die generelle Impf-Abfrage durch Unternehmen wĂ€re fĂŒr den DatenschĂŒtzer ein Tabubruch [5].

Kein Tabu, aber eine Ausnahme ist Science-Fiction aus Deutschland. Im Film "Tides" wird die Erde nach Klimakollaps und Pandemie dargestellt. Die Menschheit musste in den Weltraum fliehen, ein ausgewĂ€hlter Kreis lebt nun auf einer Weltraumkolonie. Etwa zwei Generationen spĂ€ter kehrt eine Erkundungs-Mission auf die Erde zurĂŒck, um zu sehen, was von ihr ĂŒbrig blieb; und um zu sondieren, ob eine RĂŒckkehr infrage kommt. "Tides" lebt vom AtmosphĂ€rischen. Und vom eleganten, einfallsreichen Spiel mit Vorbildern des postapokalyptischen Films: Bilder einer untergehenden Welt [6].

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(fds [10])


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[1] https://www.heise.de/news/Roboter-Taxis-Lyft-setzt-ab-2023-auf-selbstfahrende-Hyundai-Ioniq-5-6178882.html
[2] https://www.heise.de/news/Deutsche-Tesla-Fabrik-Umweltverbaende-fordern-Praesenz-Verhandlung-statt-Video-6178876.html
[3] https://www.heise.de/news/US-Sanktionen-gefaehrden-Netz-Standards-6178868.html
[4] https://www.heise.de/news/SETI-Schwarze-Loecher-viel-besser-fuer-Dyson-Sphaeren-geeignet-als-Sterne-6178107.html
[5] https://www.heise.de/news/Datenschuetzer-gegen-Impf-Abfrage-durch-Unternehmen-Waere-Tabubruch-6177851.html
[6] https://www.heise.de/tp/article/Bilder-einer-untergehenden-Welt-6177810.html
[7] https://www.heise.de/news/China-verbietet-Online-Spiele-fuer-Jugendliche-fast-voellig-6177802.html
[8] https://www.heise.de/news/Windows-11-kommt-am-5-Oktober-6178662.html
[9] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[10] mailto:fds@heise.de