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Mobilfunk-Betreiber verlÀngern GSM-Lizenzen

Andreas Wilkens

T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus brauchen die herkömmliche Technik wegen Verzögerungen beim UMTS-Ausbau noch einige Zeit.

Die vier deutschen Mobilfunknetz-Betreiber haben ihre GSM-Lizenzen von der Regulierungsbehörde (RegTP [1]) bis ins Jahr 2009 verlĂ€ngern lassen. Die VerlĂ€ngerung wurde notwendig, weil die Netzbetreiber auch nach EinfĂŒhrung der neuen Mobilfunk-Technik UMTS [2] die alten GSM-Netze noch fĂŒr lange Zeit benötigen werden, berichtet die Berliner Zeitung.

Damit werden Hoffnungen auf eine rasche Verbreitung der UMTS-Technik gedĂ€mpft. Um die UMTS-Lizenzbedingungen einzuhalten, mĂŒssen die Betreiber der neuen Netze bis Ende 2005 lediglich rund 8,5 Prozent der FlĂ€che Deutschlands mit entsprechenden Sendestationen versorgen können; 99 Prozent der FlĂ€che Deutschlands liegen dagegen in Reichweite der bestehenden GSM-Funknetze. Auf diese könnten Inhaber von UMTS-AnschlĂŒssen nach PlĂ€nen der Mobilfunkfirmen kĂŒnftig umgeschaltet werden, sobald sie sich außerhalb der BallungsrĂ€ume aufhalten.

In welchem Umfang es nach 2005 zu einem UMTS-Netzausbau kommt, gilt angesichts der hohen Kosten und einer möglicherweise schwachen Nachfrage nach UMTS als offen. Möglich sei sogar, dass der Ausbau nach dem Jahr 2005 bei einzelnen Mobilfunkbetreibern auf absehbare Zeit beendet sein könnte, zitiert die Berliner Zeitung Branchenkreise. In 91,5 Prozent der deutschen Lande lohnt sich ein UMTS-Netz fĂŒr die Betreiber wohl nicht. (anw [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-70955

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.regtp.de
[2] http://www.heise.de/mobil/newsticker/data/anw-15.10.02-008/
[3] mailto:anw@heise.de