Modulare Smartwatch Blocks ist endlich fertig
(Bild: Blocks)
Lange hat es gedauert, nun gibt es die finale Version der Smartwatch Blocks auf der CES zu sehen. Die Uhr lÀsst sich um Armband-Module erweitern, in der Herzfrequenzmesser, GPS oder auch ein Akku stecken können.
Ăber zwei Jahre nach Abschluss der Kickstarter-Kampagne [1] ist die modulare Smartwatch Blocks reif fĂŒr den Verkauf. Auf der CES gab es das finale Produkt zu sehen, gleichzeitig startet die Auslieferung an die Vorbesteller von damals. SpĂ€testens ab Sommer soll die Uhr fĂŒr mindestens 260 US-Dollar tatsĂ€chlich frei verkauft werden. Die Module sind es fĂŒr je 35 Dollar bestellbar.
Erstmals vorgestellt wurde Blocks auf der CES vor drei Jahren [2]. Zu einer Zeit also, in der modulare Smartphones und Smartwatches auf dem Hype-Höhepunkt waren. Die Auslieferung der Blocks sollte ursprĂŒnglich im Mai 2016 beginnen. Den Termin hat die gleichnamige Firma gleich mehrfach gerissen, trotz weiterer Vorbesteller-Aktionen.
GPS, EKG oder Mobilfunk? Einfach dranstecken!
Der Clou an der Uhr sind die Armband-Module, die das Grundmodul mit Display, WLAN und Bluetooth um zusÀtzliche Funktionen wie GPS, Herzfrequenzmesser, programmierbare Knöpfe und LED-Taschenlampe erweitern. Mit dem Akku-Modul kann die Laufzeit verlÀngert werden. Der Vorteil: Neue Funktionen brauchen kein komplett neues GerÀt, nur noch ein zusÀtzliches Modul. Geplant sind bisher Fingerabdruckscanner, EKG, NFC und ein Wettermodul. In einer spÀteren Phase sollen Kamera, Speichererweiterung und sogar ein SIM-Modul folgen, was die Uhr autark machen könnte.
Mehrere Elemente lassen sich aneinanderreihen, theoretisch könnte das gesamte Armband aus Modulen bestehen oder bestimmte Blocks nur bei Bedarf ergĂ€nzt werden. Wer weniger braucht, hĂ€ngt Kunststoff-ArmbĂ€nder in verschiedenen LĂ€ngen an. Oder nutzt ĂŒber einen Adapter Standard-ArmbĂ€nder mit 22 Millimeter Breite.
Plug & Play
Die Blöcken können im laufen Betrieb entfernt und angesteckt werden, das System erkennt sie sofort, meldet die Einsatzbereitschaft und checkt, ob eventuell Updates fĂŒr die zugehörige Software geladen werden mĂŒssen. Die Verbindung zwischen den Modulen lĂ€uft ĂŒber acht Pins, die einen I2C-Bus, USB und Strom ĂŒbertragen. Mechanisch sollen kleine Metallnasen eine unabsichtliche Trennung verhindern. Trotz eines gewissen Spiels blieb die Verbindung bei den AusstellungsstĂŒcken stabil. Beim Ausprobieren wirkte das System ebenso wie die Software ausgereift.
Als Betriebssystem kommt ein stark angepasstes Android 8 zum Einsatz, nicht das fĂŒr Smartwatches entwickelte Android Wear. Das hat den Entwicklern zufolge zu viele EinschrĂ€nkungen, mit denen Blocks nicht möglich wĂ€re. Das fĂŒhrt dazu, dass Apps speziell fĂŒr das GerĂ€t angepasst werden mĂŒssen und die Anbindung ans Smartphone weniger eng ist als bei anderen Android-Uhren.
Die Blocks Companion App [3] fĂŒr iOS und Android sorgt fĂŒr die Ăbertragung von Benachrichtigungen. Noch ist sie allerdings nicht verfĂŒgbar. Blocks sieht seine Uhr laut eigener Aussage auch weniger als Erweiterung des Smartphones und mehr als eigenstĂ€ndiges Wearable.
Blocks Smartwatch (0 Bilder) [4]
Powered by MediaTek
Im Inneren werkelt ein MediaTek-Chip mit vier Kernen, der ursprĂŒnglich geplante Qualcomm-Prozessor ist nicht drin. Das runde AMOLED-Display misst 1,39 Zoll und hat 400 Pixel in Durchmesser. Der Touchscreen kann Gesten mit zwei Fingern erfassen, an der Seite gibt es einen Power-Knopf. Mikrofon und Lautsprecher sind bereits im Kernmodul integriert, ebenso wie n-WLAN und Bluetooth LE.
Mit dem 350-mAh-Akku soll die Uhr 60 Stunden im Standby durchhalten. Bei der dauerhaften Verwendung von GPS sollen es rund 15 Stunden sein. Maximal ein Zusatzakku lĂ€sst sich ergĂ€nzen, der ein Drittel mehr Laufzeit bringen soll. Geladen wird ĂŒber eine proprietĂ€re Ladestation. Das GehĂ€use der Uhr besteht aus Edelstahl und ist in schwarz oder silber erhĂ€ltlich, die Module sind aus Kunststoff und meistens schwarz. Nur das Akkumodul ist rot, es war auf der Messe allerdings nicht zu sehen. So ganz fertig ist das System dann doch nicht. (asp [6])
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[1] https://www.heise.de/news/Modulare-Smartwatch-Blocks-startet-erfolgreich-in-Kickstarter-Kampagne-2845776.html
[2] https://www.heise.de/news/Blocks-Modulare-Smartwatch-mit-Snapdragon-Prozessor-2678080.html
[3] https://www.chooseblocks.com/discover
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2350190.html?back=3938483;back=3938483
[5] https://www.heise.de/bilderstrecke/2350190.html?back=3938483;back=3938483
[6] mailto:asp@heise.de
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