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Musks Firma Neuralink setzt Gehirn-Implantat bei Tieren ein

Antonio Regalado, Jennifer Lepies
Musks Firma Neuralink setzt Gehirn-Implantat bei Tieren ein

(Bild: Neuralink)

Neuralink-CEO Elon Musk gibt einen Einblick in den Entwicklungsfortschritt und berichtet von ultrafeinen, flexiblen Elektroden im Gehirn.

Neuralink, Firma des Unternehmers Elon Musk, die NeuronenaktivitĂ€t im menschlichen Gehirn aufnehmen und an einen Computer weitersenden möchte, hat auf einer PrĂ€sentation in San Francisco ĂŒber ihre Fortschritte berichtet. In einer gut zweijĂ€hrigen Entwicklungszeit sind ultrafeine, flexible Elektroden und ein acht Millimeter großer Sensor entstanden.

FĂŒr eine Mensch-Maschine-Schnittstelle soll der Sensor im Gehirn platziert werden. An ihm sind die von Musk "FĂ€den" genannten Elektroden befestigt. Sie sind dĂŒnner als ein Menschen-Haar und sollen die AktivitĂ€t der Nervenzellen erkennen, aufnehmen und an den Sensor ĂŒbertragen. Dieser wiederum soll die Signale via Bluetooth an einen Batterie-betriebenen EmpfĂ€nger senden, der außen am Kopf hinter dem Ohr sitzt. Von dort sollen die Informationen weiter an einen Computer geschickt werden. So zumindest lautet die Vorgehensweise, die CEO Musk in der PrĂ€sentation beschreibt [1].

AuszĂŒge der PrĂ€sentation von Neuralink (0 Bilder) [2]

[3]

FĂŒr die Implantation habe Neuralink außerdem einen Roboter entwickelt. Der gleicht in seiner Arbeitsweise einer NĂ€hmaschine und soll den Sensor und die Elektroden platzieren. Unter der Leitung eines Neurochirurgen habe der Roboter in 19 Ratten die feinen Elektroden implantiert. In 87 Prozent der FĂ€lle sei das auch korrekt gelungen, berichtet Bloomberg [4], das einen Einblick in das Whitepaper hatte.

"Das System ist nur fĂŒr Patienten mit schweren, bisher nicht behandelbaren Krankheiten" und fĂŒr Menschen mit vollstĂ€ndiger LĂ€hmung aufgrund einer Verletzung des oberen RĂŒckenmarks bestimmt, erklĂ€rte Neuralinks leitender Neurochirurg, Matthew McDougall. Bei diesen "Freiwilligen" sollen jeweils vier Sensoren mitsamt der Elektroden eingesetzt werden. Menschliche Probanden sollen das System im bereits zweiten Quartal 2020 erhalten. Unklar bleibt aber, wie die Implantate diese Art von Erkrankungen behandeln wĂŒrden. Aber spĂ€testens bei der FDA-Zulassung wird Neuralink diese Frage beantworten mĂŒssen.

Hinter der Entwicklung der Firma steckt Musks Annahme [5] von einer Welt, in der die kĂŒnstliche Intelligenz und die Menschheit miteinander verschmolzen sind. Damit letztere nicht von den KI-Systemen dominiert werde, seien Mensch-Maschine-Schnittstellen nötig.

Mehr dazu lesen Sie bei Technology Review online:

(jle [7])


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https://www.heise.de/-4473596

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.youtube.com/watch?v=r-vbh3t7WVI
[2] https://www.heise.de/bilderstrecke/2715552.html?back=4473596;back=4473596
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/2715552.html?back=4473596;back=4473596
[4] https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-07-17/elon-musk-s-neuralink-says-it-s-ready-to-begin-brain-surgery
[5] https://www.heise.de/news/Viel-gefaehrlicher-als-Atomwaffen-Elon-Musk-erneuert-seine-Warnung-vor-KI-3990782.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Musk-Firma-Neuralink-stellt-seine-Gehirn-Implantate-vor-4473529.html
[7] mailto:jle@heise.de