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NSA-Skandal: Cisco will zur TĂ€uschung an falsche Adressen liefern

Martin Holland
Cisco

(Bild: dpa, Monica M. Davey/Archiv)

Um Geheimdienste wie die NSA zu tÀuschen und eine Manipulation von Postsendungen zu verhindern, will Cisco GerÀte gegebenenfalls an falsche Adressen liefern. Damit soll vertuscht werden, an wen die Pakete tatsÀchlich gehen.

Damit die NSA Postsendungen mit Cisco-GerĂ€ten nicht abfĂ€ngt und manipuliert [1], sollen sie in besonderen FĂ€llen kĂŒnftig an falsche Adressen geliefert werden. Damit solle der US-Geheimdienst getĂ€uscht werden, schreibt The Register [2] und beruft sich auf Aussagen, die der Cisco-Sicherheitsverantwortliche John Stewart auf einer Unternehmensveranstaltung in Melbourne getĂ€tigt habe. Der habe erklĂ€rt: "Wir liefern Pakete an Adressen, die nichts mit dem Besteller zu tun haben, so dass niemand weiß, an wen sie am Ende gehen." Wirklich besorgten Kunden könne so etwas mehr Sicherheit versprochen werden, eine Garantie gegen NSA-Eingriffe gebe es aber nicht.

Hintergrund fĂŒr diese unkonventionelle AnkĂŒndigung des NetzgerĂ€teherstellers sind Berichte, denen zufolge der US-Geheimdienst NSA im Geheimen Postsendungen abfĂ€ngt und enthaltene GerĂ€te mit Malware manipuliert, um dann die EmpfĂ€nger ausspionieren zu können. In einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation fĂŒr das US-Unternehmen [3], dem der NSA-Skandal ganz allgemein schon nicht helfen dĂŒrfte, war die EnthĂŒllung ein zusĂ€tzliches Problem. Cisco hatte deswegen scharfe Kritik an dem mutmaßlichen Vorgehen des US-Geheimdiensts [4] geĂŒbt.

Die NSA fÀngt Postsendungen ab (0 Bilder) [5]

[6]

(mho [7])


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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/NSA-manipuliert-per-Post-versandte-US-Netzwerktechnik-2187858.html
[2] http://www.theregister.co.uk/2015/03/18/want_to_dodge_nsa_supply_chain_taps_ask_cisco_for_a_dead_drop/
[3] https://www.heise.de/news/Cisco-wird-weniger-Netzwerk-Technik-los-2190026.html
[4] https://www.heise.de/news/NSA-Skandal-Cisco-beschwert-sich-ueber-manipulierte-Postsendungen-2190470.html
[5] https://www.heise.de/bilderstrecke/1219431.html?back=2580249;back=2580249
[6] https://www.heise.de/bilderstrecke/1219431.html?back=2580249;back=2580249
[7] mailto:mho@heise.de