Nach Angriffen auf Banken: SWIFT will Sicherheit verstÀrken
(Bild: Swift)
Der Zahlungsdienstleister will nach dem spektakulÀren Millionenraub bei der Zentralbank von Bangladesch die Sicherheit verbessern. Unterdessen stellt Symantec eine Verbindung zwischen dem Raub und dem Sony-Hack her.
Nach einem spektakulĂ€ren Raub von 80 Millionen US-Dollar der Zentralbank von Bangladesch will der Zahlungsdienstleister SWIFT seine Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr den internationalen Zahlungsverkehr erhöhen. Wie die Financial Times erlĂ€utert [1], seien verschiedene MaĂnahmen im GesprĂ€ch, darunter eine noch sicherere Authentifizierung als die mit zwei Faktoren. Ăberwacht werden könnte auĂerdem das normale Zahlungsverhalten der Teilnehmer des Dienstleisters, Ă€hnlich wie das bereits bei Kreditkartennutzern geschehe. Im Falle einer Anomalie wĂŒrde dann Alarm geschlagen. Insgesamt wolle der Dienstleister so seinen Teil leisten, die Mitglieder mĂŒssten aber ebenfalls fĂŒr Sicherheit sorgen, so SWIFT.
Hinweise auf umtriebige Angreifer
Die AnkĂŒndigung, die Sicherheit zu verbessern, erfolgt parallel zur Veröffentlichung einer Analyse Symantecs, demzufolge noch mehr EinbrĂŒche auf das Konto der Angreifer auf die Zentralbank von Bangladesch [2] gehen. Anhand der verwendeten Malware, schreibt das Sicherheitsunternehmen den Angreifen auch den versuchten Raub von einer Million US-Dollar bei einer philippinischen Bank zu. Eines der dafĂŒr eingesetzten Malware-Tools zeige auĂerdem Gemeinsamkeiten zu Software, die beim groĂen Sony-Hack eingesetzt worden sei. Den immerhin habe die US-Bundespolizei FBI Nordkorea zugeschrieben [3], spĂ€ter hatte es angeblich auch Spuren nach Russland gegeben. (mho [4])
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[1] http://www.ft.com/fastft/2016/05/27/swift-beefs-up-cyber-security/
[2] https://www.heise.de/news/Milliarden-Coup-in-NY-Zentralbank-Konto-per-Ueberweisung-geleert-3131832.html
[3] https://www.heise.de/news/Sony-Hack-NSA-hat-angeblich-Beweise-fuer-Nordkoreas-Schuld-2519669.html
[4] mailto:mho@heise.de
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