Native Instruments insolvent: GeschÀftsbetrieb soll weiterlaufen
(Bild: heise medien)
Nach der Insolvenz des Musikspezialisten Native Instruments hat der CEO zur aktuellen Lage Stellung bezogen. Der GeschÀftsbetrieb soll weiterlaufen.
Rund eine Woche ist es nun her, dass das als Anbieter von Musiksoft- und -hardware weltweit renommierte Berliner Unternehmen Native Instruments (NI) beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat [1]. NI-CEO Nick Williams erklÀrte mittlerweile im firmeneigenen Blog [2], der GeschÀftsbetrieb des Unternehmens mit seinen Marken Native Instruments, iZotope, Brainworks und Plugin Alliance laufe wie gewohnt weiter. Entsprechend seien Hardware- und Softwareprodukte weiterhin erhÀltlich beziehungsweise könnten heruntergeladen sowie aktiviert werden. Man arbeite auch daran, neue Produkte und Funktionen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
Williams Ă€uĂerte sich auch zum Stand des Native Kontrol Standard (NKS), ĂŒber den Hardware wie NIs Komplete-Kontrol-Keyboards und Software-Instrumente beziehungsweise -Effekte verschiedener Hersteller miteinander sprechen. Demnach bearbeite das zustĂ€ndige Team weiterhin NKS-PartnerantrĂ€ge und stelle Lizenzen fĂŒr den Kontakt Player bereit.
âWir arbeiten fleiĂig und verantwortungsbewusst daran, Native Instruments eine gesunde und finanziell nachhaltige Zukunft zu sichernâ, versicherte der CEO. Plugin-Alliance-Manager Mo Volans teilte auf Facebook derweil mit [3], dass sein Unternehmensteil mit BetriebsstĂ€tten in Langenfeld (Rheinland) und in den USA nicht von der Native-Instruments-Insolvenz betroffen sei.
Wann lief es schief?
Nach einer schwierigen Phase, in der es Entlassungen und eine Umstrukturierung gab, hatte Native Instruments im âCorona-Jahrâ 2020 erstmals in seiner Firmengeschichte mehr als 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. GegenĂŒber dem Handelsblatt [4] Ă€uĂerte Constantin Köhncke, der kurz zuvor die FĂŒhrung des Berliner Unternehmens von Daniel Haver ĂŒbernommen hatte, damals die Vermutung, dass viele Menschen die Zeit genutzt hĂ€tten, um zu Hause Musik zu produzieren.
Einen Ă€hnlichen Effekt erlebten auch Firmen aus anderen Branchen, darunter etwa Videostreaminganbieter und der FitnessgerĂ€tehersteller Peloton. Nach dem Pandemie-Hype kĂ€mpften jedoch viele dieser Firmen mit massiven UmsatzrĂŒckgĂ€ngen, die zu Stellenabbau und teilweise extremen Kursverlusten fĂŒhrten.
Der GrĂŒnder von Brainworx und Plugin Alliance, Dirk Ulrich, dessen Firmen von Native Instruments aufgekauft worden waren und der 2024 seinerseits den NI-Beirat verlassen hatte, Ă€uĂerte sich am Rande der gerade in Anaheim (Kalifornien) zu Ende gegangenen Musikmesse NAMM in einem Interview mit dem Kanal Produce Like A Pro [6], wie es seinerzeit zum Weggang kam: âWeil diese superklugen Banker dachten, sie brĂ€uchten niemanden im Unternehmen, der sich mit Audio auskennt, sagten sie mir: âWir wollen das selbst machen.ââ 2021 ĂŒbernahm dann die Private-Equity-Firma Francisco Partners die Mehrheitsbeteiligung an Native Instruments. (nij [7])
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[1] https://www.heise.de/news/Native-Instruments-meldet-Insolvenz-an-11156491.html
[2] https://blog.native-instruments.com/statement-from-nick-williams-ceo-of-native-instruments/
[3] https://www.facebook.com/share/p/194BotMNdj/
[4] https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/software-instrumente-umsatz-von-native-instruments-steigt-trotz-coronakrise-auf-mehr-als-100-millionen-euro/26207016.html
[5] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
[6] https://youtu.be/y4C2v9ZyhBw?t=4922
[7] mailto:nij@ct.de
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