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Neuer 3D-Drucker von Anet

Heinz Behling
Neuer 3D-Drucker von Anet

Nur noch der Name Anet A8E erinnert an den alten 3D-Drucker-Bausatz. Die Hardware ist komplett neu: Metall statt Plexiglas, stabil statt wackelig.

Seit Anfang September lĂ€uft der Vorverkauf des neuesten 3D-Druckers Anet A8E. FĂŒr aktuell 172 Dollar kann das GerĂ€t im Hersteller-Shop vorbestellt werden [1].

Der neue A8E hat kaum noch etwas mit dem alten Plexiglas-Bausatz A8 zu tun. Der jetzt aus Aluprofilen bestehende Rahmen soll dem Drucker die notwendige StabilitĂ€t geben, um auch ohne weitere Tuning-Maßnahmen wie Anschrauben auf einer Grundplatte oder RahmenverstĂ€rkungen gute DruckqualitĂ€t zu liefern.

Der Bauraum ist mit 220 mm × 220 mm nahezu unverĂ€ndert. Der Drucktisch besteht nun jedoch aus einem Alurahmen, der aus einem StĂŒck hergestellt ist. StĂ€ndiges Nachleveln sollte damit nicht mehr nötig sein.

Auch der A8E ist ein Bausatz. Allerdings besteht er nur noch aus drei Teilen, dem Druckkopf, der PortalbrĂŒcke und der Basisplattform mit Drucktisch. So ist der Zusammenbau in deutlich unter einer Stunde machbar.

Der Zusammenbau aus nur noch drei Teilen ist gegenĂŒber den VorgĂ€ngermodellen erheblich einfacher.

Der Zusammenbau aus nur noch drei Teilen ist gegenĂŒber den VorgĂ€ngermodellen erheblich einfacher.

Anet hat sich auch der viel gerĂŒgten Brandgefahr des ersten A8-Modells angenommen, die hauptsĂ€chlich auf die wegen der 12V-Stromversorgung auftretenden hohen Heizströme in den recht dĂŒnnen Kabeln und zu schwachen Steckverbindern zurĂŒckzufĂŒhren war. Der Drucker arbeitet nun mit 24V. Das halbiert bei gleichen Heizleistungen die Ströme, sodass Kabel und Stecker nicht mehr außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben werden und sich auch bei Vollast (Tisch und Druckkopf heizen gleichzeitig) kaum erwĂ€rmen dĂŒrften.

Das neue Netzteil soll jetzt besser gegen Überlastung, Überspannung und zu hohe Temperatur gesichert sein. Die Elektronik sitzt nun in einem gut belĂŒfteten AlugehĂ€use seitlich am Druckerrahmen. Die beiden Anschlussbuchsen fĂŒr die Display-/Tastatureinheit sind von außen zugĂ€nglich. Das Display ist nicht mehr fest am Rahmen angebaut, sondern frei beweglich. Das erleichtert die Unterbringung des Druckers in SchrĂ€nken oder GehĂ€usen erheblich.

Der Bedienungskomfort wurde durch eine Filamentwechsel-Automatik deutlich erhöht: Ein Klick soll jeweils fĂŒr das Ausstoßen beziehungsweise Einziehen des Filaments reichen.

Als Firmware benutzt Anet die Opensource-Software Marlin, die in der 3D-Szene wohl eine, wenn nicht die meistverbreitete Druckerfirmware ist.

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(hgb [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4892584

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.anet3d.com/product/828-a8e-snapped-up/
[2] https://www.heise.de/make
[3] mailto:hgb@make-magazin.de