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Opfer der Telekom-SpitzelaffÀre verlangen Akteneinsicht

| Andreas Wilkens

Gewerkschaftsvertreter haben laut einem Magazinbericht auch ĂŒber ein Jahr nach Bekanntwerden der SpitzelaffĂ€re die Ermittlungsakten noch nicht einsehen können.

Die AnwĂ€lte Gerhart Baum und Herta DĂ€ubler-Gmelin haben die Staatsanwaltschaft Bonn aufgefordert, den Betroffenen der Telekom-SpitzelaffĂ€re [1] Akteneinsicht zu gewĂ€hren. In einem Brief an Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel heißt laut einem Bericht [2] des Magazins Focus, fĂŒr die Mandanten sei es schwer ertrĂ€glich, dass sich das Verfahren so lange hinziehe. Daher "haben wir Ihnen noch einmal den nachdrĂŒcklichen Wunsch unserer Mandanten mitzuteilen, so schnell wie möglich Akteneinsicht zu bekommen".

KlÀger und Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder, der von Baum und DÀubler-Gmelin vertreten wird, sagte laut dem Bericht, "ein Jahr nach Bekanntwerden AffÀre haben wir das Recht, endlich die Akten zu sehen". Die Behörde sei zur Akteneinsicht bereit gewesen, sei aber durch die Verteidiger der Beschuldigten gehindert worden. Dazu zÀhlen Ex-Postchef Klaus Zumwinkel und Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Seither seien "Monate vergangen", da sich das Landgericht Bonn die Entscheidung vorbehalte.

Die Gewerkschaften hatten nach Bekanntwerden der SpitzelaffĂ€re Strafanzeige gegen die Deutsche Telekom und Unbekannt gestellt [3]. Die Telekom hatte eingerĂ€umt, dass in den Jahren 2005 und 2006 Verbindungsdaten zwischen AufsichtsrĂ€ten und Journalisten missbrĂ€ulich ĂŒberprĂŒft worden seien. (anw [4])


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https://www.heise.de/-753797

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Telekomgate-Die-Deutsche-Telekom-soll-seit-dem-Jahr-2000-bespitzelt-haben-210700.html
[2] http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-in-der-telekom-spitzelaffaere-fordern-die-anwaelte-baum-und-daeubler-gmelin-akteneinsi_aid_430945.html
[3] https://www.heise.de/news/Telekom-Spitzelaffaere-Keine-Ermittlungen-gegen-aktive-Vorstandsmitglieder-Update-210929.html
[4] mailto:anw@heise.de