zurück zum Artikel

Paket-"Betrug": Trump setzt Angriff gegen Amazon fort

Wandbild Donald Trump

(Bild: Maret Hosemann https://pixabay.com/de/users/MIH83-464187/, Lizenz Creative Commons CC0 (Public Domain) https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

Der US-PrĂ€sident wirft dem InternethĂ€ndler vor, die US-Post zu ruinösen Bedingungen fĂŒr seine Paketauslieferung zu benutzen. Außerdem findet er, die Zeitung "Washington Post" mĂŒsse sich als Amazons Lobbyorgan registrieren.

US-PrĂ€sident Donald Trump hat in seiner öffentlichen Attacke gegen den Handelsriesen Amazon [1] nachgelegt. Die US-Postbehörde verliere durch Amazon Milliardensummen, kritisierte Trump am Samstagmorgen (Ortszeit) in einer Nachricht [2] auf Twitter [3]. Bei jedem Paket, das die Post fĂŒr Amazon ausliefere, mache sie im Durchschnitt 1,50 Dollar Verlust. Dieser Betrug mĂŒsse aufhören, forderte er. Einen Beleg fĂŒr diese Zahlen nannte Trump nicht.

Die US-Post USPS macht seit Jahren Verluste, was aber vor allem auf das nachlassende BriefgeschĂ€ft zurĂŒckgeht. Der Paketversand beschert der unabhĂ€ngigen Behörde dagegen Zuwachs.

Trump hatte schon in den vergangenen Tagen massiv gegen den Online-HĂ€ndler ausgeteilt. Beobachter sehen diese Angriffe als Teil seiner persönlichen Fehde mit Konzernchef Jeff Bezos. Dieser ist auch Inhaber der Trump-kritischen Zeitung "Washington Post" [4], deren Berichterstattung dem PrĂ€sidenten oft ein Dorn im Auge ist. TatsĂ€chlich stellte Trump in seinen Twitternachrichten am Samstag einen direkten Bezug zu der Zeitung her. Er behauptete, Amazon wĂŒrde die "Washington Post" als Lobbyorgan nutzen. Das Blatt mĂŒsse sich deshalb als Lobbyist registrieren.

(tiw [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4009430

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Trump-holt-zum-Schlag-gegen-Amazon-aus-4009295.html
[2] https://twitter.com/realDonaldTrump/status/980063581592047617
[3] https://twitter.com/realDonaldTrump/status/980065419632566272
[4] https://www.heise.de/news/Amazon-Chef-Bezos-kauft-die-Washington-Post-1930178.html
[5] mailto:tiw@heise.de