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Personalmangel: Erstes LKA sucht Zivilisten zur Sichtung von Kinderpornografie

Martin Holland
Personalmangel: Erstes LKA sucht Zivilisten zur Sichtung von Kinderpornografie

(Bild: congerdesign)

Das LKA von Nordrhein-Westfalen will 24 Nicht-Polizisten mit der Sichtung von kinderpornografischem Material betrauen. Grund ist auch Personalmangel.

Weil dafĂŒr zu wenige Polizisten verfĂŒgbar sind, will das nordrhein-westfĂ€lische Landeskriminalamt als erste deutsche Polizeibehörde Zivilisten mit der Sichtung und Auswertung von kinderpornografischem Material betrauen. Erstmals sollen damit Menschen ohne die dreijĂ€hrige Polizeiausbildung fĂŒr solche TĂ€tigkeiten eingesetzt werden, hatte zuerst die Rheinische Post berichtet. DafĂŒr werden demnach 24 Stellen eingerichtet und es seien erstaunlich viele Bewerbungen eingegangen, heißt es. Vermutlich hĂ€nge das mit der Berichterstattung um die MissbrauchsfĂ€lle in LĂŒgde zusammen, vermutet man beim LKA.

Die PlĂ€ne fĂŒr die Initiative sind dem Bericht zufolge [1] Ă€lter als die Berichte ĂŒber die MissbrauchsfĂ€lle in LĂŒgde, der aber fĂŒr vermehrte Aufmerksamkeit gesorgt haben könnte. Beim LKA rechnet man demnach damit, dass die neu eingestellten KrĂ€fte dafĂŒr sorgen dĂŒrften, dass andauernde MissbrauchsfĂ€lle schneller und frĂŒher erkannt werden und lokale Polizisten entlastet werden. Beworben hĂ€tten sich ganz unterschiedliche Menschen, darunter BĂŒrofachangestellte, Juristen und eine Psychotherapeutin. Sie seien zwischen 25 und 55 Jahren alt und ungefĂ€hr gleich viele MĂ€nner und Frauen. Um genommen zu werden, mĂŒssen sie unter anderem den polizeilichen Sicherheitscheck bestehen.

Bei der Polizei ist man sich auch bewusst, dass die psychische Belastung beim Sichten enorm ist. Man werde deshalb auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Psychohygiene achten. Denkbar seien auch Teilzeitstellen, damit Einzelne eventuell nur 15 Stunden pro Woche auf die verstörenden Inhalte gucken mĂŒssen. Noch lĂ€uft das Auswahlverfahren. In der Ausschreibung wird unter anderem eine abgeschlossene Ausbildung im IT-, BĂŒro-, oder Verwaltungsbereich mit guter Abschlussnote oder ein Studium verlangt. Die Suche soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Danach ist dem Bericht zufolge eine kurze Ausbildung in Seminarform geplant, damit die Helfer dann noch in diesem Jahr mit ihrer Arbeit beginnen können. Bei der sollen ihnen Seelsorger beiseite stehen. (mho [2])


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https://www.heise.de/-4434670

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  1. https://rp-online.de/nrw/panorama/kindesmissbrauch-in-nrw-lka-stellt-ganz-normale-leute-ein_aid-39100717
  2. mailto:mho@heise.de