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ProSiebenSat.1 will neue GeschÀftsfelder erobern

Dr. Volker Zota

Die von einem großen Schuldenberg belastete Sendergruppe will bis 2014 rund 30 Prozent der Einnahmen abseits von Werbeerlösen erzielen.

Nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden von ProSiebenSat.1 [1], Thomas Ebeling, will die Sendergruppe bis 2014 rund 30 Prozent seiner Einnahmen jenseits des Verkaufs von Werbezeiten im Fernsehen erwirtschaften, etwa doppelt so viel wie momentan. FĂŒr die ZukunftsfĂ€higkeit des Konzerns sei es enorm wichtig, Beziehungen zu den Endkunden aufzubauen, etwa ĂŒber Pay-TV, Video on Demand (VoD) und andere GeschĂ€ftsmodelle, erklĂ€rte Ebeling in einem GesprĂ€ch mit dem Handelsblatt. Dabei geht es ihm allerdings nicht um eine Ablösung der frei empfangbaren werbefinanzierten Programme seiner Sendergruppe, sondern darum, zusĂ€tzliche Angebote zu schaffen.

Derzeit ist die Sendergruppe im Pay-TV-Segment hierzulande nur mit den Programmen "Sat.1 Comedy" und "Kabel Eins Classics" vertreten, in KĂŒrze kommen HDTV-Ausstrahlungen von ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins ĂŒber Astras [2] kostenpflichtige Satelliten-Plattform HD+ [3] hinzu. DarĂŒber hinaus betreibt die Sendergruppe den Call-TV-Sender 9live sowie das VoD-Angebot Maxdome [4] und ist an dem Videoportal MyVideo [5] beteiligt.

Mit neuen GeschĂ€ftsfeldern will die Sendergruppe nun ihr Portfolio vervollstĂ€ndigen, etwa mittels einer KĂŒnstleragentur, Eventmanagement und dem Aufbau einer eigenen Fernsehproduktionsgesellschaft. Thomas Ebeling kann sich sogar vorstellen, dass ProSiebenSat.1 Tickets verkauft oder Merchandising betreibt, heißt es in dem Handelsblatt-Bericht.

Die Eroberung neuer GeschĂ€ftsfelder scheint auch dringend nötig: Derzeit trĂ€gt ProSiebenSat.1 laut Handelsblatt keinen Cent seines Schuldenbergs von 3,4 Milliarden Euro ab, sondern bezahlt lediglich die Zinsen fĂŒr seine laufenden Kredite. (vza [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-843949

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.prosiebensat1.de
[2] http://www.astra.de
[3] https://www.heise.de/news/HDTV-Paket-der-Privaten-soll-50-Euro-im-Jahr-kosten-822185.html
[4] http://www.maxdome.de
[5] http://www.myvideo.de
[6] mailto:vza@heise.de