Prometheus 2.9 arbeitet enger mit Kubernetes und OpenStack zusammen
In das neueste Release des Monitoring-Tools sind zahlreiche Fehlerbereinigungen eingeflossen. Prometheus baut nun auĂerdem auf Go 1.12 auf.
Das Cloud-Monitoring-System Prometheus liegt ab sofort in Version 2.9 vor. Im aktuellen Release haben die Macher eine Reihe wichtiger Fehlerbereinigungen umgesetzt und einige Verbesserungen eingearbeitet, die unter anderen die Zusammenarbeit mit Kubernetes und OpenStack erweitern sollen.
Genau wie Kubernetes zÀhlt Prometheus zu den wenigen Projekten der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), die bereits den "Graduated"-Status erreicht [1] haben. Die Service Discovery (SD) von Version 2.9 des Monitoring-Tools stellt zusÀtzliche Metadaten parat, die es erlauben, zwischen leeren und nichtexistierenden Labels in Kubernetes zu unterscheiden. In der Konfiguration der OpenStack SD lassen sich zudem die neuen Meta-Label ProjectID und UserID nutzen.
Anpassungen an Go 1.12
Prometheus 2.9 baut nun auf Go 1.12 auf. Die damit verbundenen Ănderungen bei der Speicherfreigabe unter Linux können dazu fĂŒhren, dass die gemeldete Speicherbelegung höher ausfĂ€llt, als sie tatsĂ€chlich ist, wie Prometheus-Contributor Brian Brazil anmerkt. In der Praxis ergĂ€ben sich dadurch jedoch keine ernsthaften Probleme, da der Speicher dem Kernel dennoch zur VerfĂŒgung stehe, wenn er gebraucht wird.
Im neuen Prometheus-Release wurde die Runtime Page um GODEBUG und Retention ergĂ€nzt. Dadurch lĂ€sst sich unter anderen in Go 1.12 prĂŒfen, ob TLS 1.3 aktiviert ist. DarĂŒber hinaus stehen fĂŒr Series-Endpunkte nun POST und fĂŒr die Lifecycle- und Admin-APIs die Methode PUT zur VerfĂŒgung. AuĂerdem lassen sich Cert-Dateien nun automatisch erneut von der Festplatte nachladen.
Fehlerbereinigungen
Die Bugfixes in Version 2.9 betreffen beispielsweise das Promtool, das nun in der Lage ist, relative Pfadangaben in Alert-Testdateien aufzulösen. Mit Promparse lassen sich alle Labels wĂ€hrend des Parsens sortieren und fsync soll dabei helfen, widerstandsfĂ€higer gegenĂŒber MaschinenabstĂŒrzen zu werden.
Die Repositorys zu Prometheus 2.9 sowie ein vollstĂ€ndiger Ăberblick aller Verbesserungen im neuen Release finden sich auf der Projektwebsite auf GitHub [2]. (map [3])
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https://www.heise.de/-4400535
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Prometheus-graduiert-als-zweites-Projekt-der-Cloud-Native-Computing-Foundation-4132823.html
[2] https://github.com/prometheus/prometheus/releases/tag/v2.9.0
[3] mailto:map@ix.de
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