Radikale Alternativen fĂŒr die mobile Stromversorgung
Zu den gröĂten Problemen bei mobilen GerĂ€ten zĂ€hlt die Versorgung mit Strom. Ein radikales Umdenken könnte hier entscheidende Fortschritte bringen.
Das Problem Ă€rgert die Nutzer und es schrĂ€nkt die Möglichkeiten zur Entwicklung der Anbieter ein: Akkus fĂŒr mobile ElektronikgerĂ€te haben trotz aller Fortschritte hĂ€ufig zuwenig SpeicherkapazitĂ€t. Doch mittlerweile zeichnen sich Alternativen zum Akku ab: Unterschiedliche Konzepte sollen dafĂŒr sorgen, dass der Strom kĂŒnftig direkt im MobilgerĂ€t erzeugt werden kann, berichtet Technology Review [1] in seiner neuen Ausgabe.
Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung von kleinen Brennstoffzellen. Ein Modell von der GröĂe eines Kartenspiels soll bald auf den Markt kommen und zunĂ€chst in Industrie-GerĂ€ten -- etwa tragbaren RFID-Lesern -- eingesetzt werden; eine kleinere Variante fĂŒr Telefone, PDAs und Kameras ist ebenfalls geplant. Ein anderer Ansatz ist die Entwicklung von Mini-Verbrennungsmotoren. Ein Prototyp der University of California in Berkeley liefert bereits 10 Watt Leistung und soll spĂ€ter 30 bis 60 Watt erreichen können.
Am MIT [2] wiederum wird mit Hochdruck an winzigen Gasturbinen nach dem Vorbild von Flugzeug-Antrieben gearbeitet, die nur etwa 2 Zentimeter im Quadrat groĂ sind und bislang 15 bis 20 Watt Leistung liefern. Wegen ihrer geringen GröĂe lieĂen sich zum Beispiel fĂŒr Laptops leicht mehrere in einem GehĂ€use unterbringen. In einer gröĂeren Bauform und zu mehreren zusammengeschaltet sollen die Turbinen sich auch fĂŒr die Stromversorgung einzelner Haushalte eignen.
Die aktuelle Ausgabe Technology Review 12/04 liegt ab 25. November am Kiosk. Sie lÀsst sich online bestellen [3]. (sma [4])
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